"Der Ball liegt jetzt in München", sagte Christian Müller (CSB) und wiederholte, was er schon bei der Vorstellung seines Wahlprogramms gesagt hatte: "Ich möchte nach München fahren und das ganz schnell durchverhandeln."

Birgit Weber (CSU) will dagegen vor Ort erst die Frage nach dem Wie der Sanierung klären: Muss das Theater dafür eine Spielzeit lang geschlossen werden, oder geht das auch bei eingeschränktem laufenden Betrieb? Diese Frage wiederum will Norbert Tessmer (SPD) den Fachleuten von der Obersten Baubehörde überlassen. Jedenfalls müsse schnell entschieden werden. "Unser theaterbegeis tertes Publikum ist es leid, ständig vertröstet zu werden."

So lange nicht klar ist, wann und wie das Theater saniert wird, kann Coburg noch über eine Schlossplatz-Tiefgarage diskutieren. Wenn, dann müsse diese Tiefgarage im Zug der Sanierung gebaut werden, darüber herrschte Einigkeit.
Wenn es nach Norbert Tessmer geht, werden hier die Bürger das letzte Wort haben - vor allem dann, wenn sich zeigen sollte, dass die Stadt den Tiefgaragenbetrieb bezuschussen muss.

Ob Bedarf nach zusätzlichen Parkplätzen besteht, darüber herrschte Uneinigkeit. Birgit Weber sieht diesen Bedarf, bestärkt durch Umfragen ihrer Partei bei der Oberfranken-Ausstellung. Tessmer sieht ihn nicht, findet aber "die Blechlawine auf dem Schlossplatz" nicht ästhetisch. Lediglich René Hähnlein geht davon aus, dass die Stadt eine solche Tiefgarage nicht wird finanzieren können. "Solange kein Investor parat steht, geht's nicht."
Den Betrieb der Tiefgarage könne auch die eigene Stadt entwicklungsgesellschaft übernehmen, sagte Christian Müller. Auch die vorhandenen drei Parkhäuser befinden sich in städtischer Hand.

Birgit Weber hält die Tiefgarage für wichtig, um die Innenstadt zu stärken. Doch was die leerstehenden Wohnungen und Geschäfte in der Innenstadt angeht, sah keiner der sieben Kandidaten große städtische Handlungsmöglichkeiten. "Wir können nur appellieren", war mehrmals zu hören: Appellieren,die Mieten für Ladenlokale zu senken, appellieren, leerstehenden Wohnraum in Obergeschossen über Läden zu vermieten.

Darauf wiesen Jens-Uwe Peter (FDP) und Norbert Tessmer hin. Jürgen Heeb (Pro Coburg) bezeichnete die Ketschenvorstadt als gelungenes Beispiel: Verkehrsberuhigt, aber Autoverkehr sei möglich, und wo Menschen wohnen, würden sich auch Geschäfte ansiedeln. "Warum sollte das auf der anderen Seite der Stadt, im Steinweg, nicht auch funktionieren?