Diese wunderbare Email-Welt lebt aus über 60 Jahren der Auseinandersetzung mit den verschiedensten Techniken von der Antike bis ins Heute. Von Claer-Crodel hat dabei - ja - strahlende Schönheit in Form und Farbe errungen.
Ob Schmuck in eher zurückhaltender oder in kraftvoller Farbgebung, Vera-Marie von Claer-Crodel gewinnt dem schwierigen und von einem großen Spektrum der Zufälligkeit bestimmten Schmelzvorgängen nicht nur erstaunliche Farbintensität ab, sondern auch präziseste Formgebung. Sie zeichnet durchaus auch in Email. Und gerade die kleinen Schälchen mit winzigen klar gestalteten Blättchen in ihrer Oberfläche strahlen weit über ihre eigentliche Größe hinaus.


Zentrum der Emailkunst

Mit dieser Ausstellung, die den wohltuenden Ruhe- und Gegenpol zur "lauten" und turbulenten Gille-Ausstellung im oberen Stockwerk bildet, setzt der Coburger Kunstverein seine jahrzehntelange Pflege der Emailkunst fort, wieder mit einer hochkarätigen Künstlerin.
Vera Marie von Claer-Crodel ist die Tochter des unter anderem durch sein Wandmalereien und Kirchenfenster-Gestaltungen berühmt gewordenen Charles Crodel (1894 - 1973). Sie trat 1939 in die Emailklasse der Burg Giebichenstein ein. Seit 1953 betreibt sie ihre eigene Werkstatt (Steckner-Crodel) in Hamburg, wo sie bis heute lebt.

Die Künstlerin Vera-Marie von Claer-Crodel, geboren
1922 in Jena, Tochter von Charles Crodel. Sie lernte von 1939 bis 1944 in der Emailklasse an der Hochschule in Burg Giebichenstein in Halle. 1950 erwarb sie den Meisterbrief. Seit 1953 betreibt sie in Hamburg ihre Werktstatt Steckner-Crodel.

Die Ausstellung Kunstverein Coburg: Vera-Marie von Claer-Crodel - Email und Schmuck aus sechs Jahrzehnten. Eröffnung heute um 16 Uhr in Anwesenheit der Künstlerin. Bis 21. Februar.