Grub am Forst
Gemeinderat

Die Grüber Friedenslinde kann vielleicht gerettet werden

Ob die Linde gefällt oder saniert wird, soll in der nächsten Sitzung entschieden werden. Förster Wolfgang Weiß hat dem Gemeinderat zunächst einmal erläutert, wie der Baum erhalten und die Verkehrssicherung gewährleistet werden könne.
Zerzaust sieht die Linde im Steinweg aus, die 1871 gepflanzt wurde. Förster Wolfgang Weiß empfiehlt, Äste und Krone zu kürzen und den Baum somit am Leben zu erhalten. Foto: Lothar Weidner
Zerzaust sieht die Linde im Steinweg aus, die 1871 gepflanzt wurde. Förster Wolfgang Weiß empfiehlt, Äste und Krone zu kürzen und den Baum somit am Leben zu erhalten. Foto: Lothar Weidner
Die "Friedenslinde" im Steinweg war wieder einmal auf dem Tableau. Eine Stellungnahme des Försters Wolfgang Weiß dazu lag vor. Allerdings kam es noch zu keinem Beschluss über die weitere Vorgehensweise. Das soll auf der nächsten Sitzung erfolgen. Ob die Linde gefällt oder saniert wird, wird dann entschieden.

Das vorliegende Gutachten geht davon aus, dass der Baum durch Verletzungen wie Blitzeinschläge stark geschädigt ist. Die Gemeinde ist verpflichtet, mögliche Gefahren zu beseitigen. Der Baum selbst hat eine historische Bedeutung. Er wurde zum Ende des deutsch-französischen Krieges 1871 gepflanzt und ist prägend für das Ortsbild am Ortsausgang Richtung Seidmannsdorf. Wolfgang Weiß empfahl, alle Äste und Kronenteile, die über das gemauerte Rondell hinausgehen, zu kürzen, was die statische Belastung des Stammes reduziere, jedoch aber auch das Erscheinungsbild beeinträchtige.
Die Baumart Linde vertrage jedoch einen starken Rückschnitt und bilde wieder neue Äste.

"Das letzte Stück Natur können wir uns auch nicht noch zerstören lassen", war der Kommentar von Bürgermeister Jürgen Wittmann (GfG) zum einstimmigen Beschluss des Gemeinderates zum Thema "Entwurf Netzentwicklungsplan 2025". In der Stellungnahme der Gemeinde werden sämtliche vorgesehenen Trassen - das sind sieben weitere, drei davon durch das Coburger Land - abgelehnt. Begründet wurde der Beschluss in der jüngsten Sitzung mit der Überbündelung. Nur weil schon Verkehrstrassen vorhanden seien, bedeute das nicht, dass parallel dazu weitere Infrastrukturtrassen gebaut werden könnten. Ebenso sei Grub eine der am meisten belasteten Kommunen des Landkreises Coburg und werde in seiner Entwicklung und in der Wohnqualität weiter eingeschränkt. Bemängelt wurde auch, dass in die Planungshoheit der Gemeinde eingegriffen werde, ferner in die Schutzgüter Mensch, Landschaft und Natur. Zudem vermissen die Gemeinderäte den Nachweis, dass die neuen Leitungen notwendig sind. Wittmann forderte die Bürger nochmals auf, bis zum 13. Dezember Einwände bei der Bundesnetzagentur vorzubringen.


Kanalgebühren steigen

Einstimmig beschloss der Gemeinderat aufgrund einer Wirtschaftlichkeitsberechnung, die Kanalnutzungsgebühr ab 2016 von 3,47 Euro pro Kubikmeter auf 4,15 Euro anzuheben. Begründet wurde die Erhöhung damit, dass wegen des geringeren Wasserverbrauchs, der innerörtlichen Kanalsanierung aufgrund eines Fremdwasser eintrages und der Investitionen in die Kläranlage die Kosten gedeckelt werden müssten. Und die Prognose des Bürgermeisters lautete dazu: "Es geht noch weiter nach oben."

Klaus Köhler wurde als ehrenamtlicher Marktleiter auf unbestimmte Zeit ernannt. Das Amt wird unentgeltlich ausgeführt, ist weisungsgebunden und dem Bürgermeister unterstellt.