Die Aktiven der Feuerwehr Kaltenbrunn (im Itzgrund) suchen einen neuen Kommandanten. Bei der Dienstversammlung im Schulungsraum der Wehr konnte kein neuer Kommandant gefunden werden. Es gab einige Vorschläge aus den Reihen der Aktiven, aber die Genannten wollten nicht für das Amt des Kommandanten kandidieren. So blieb die Wahl, die von Bürgermeister Werner Thomas geleitet wurde, erfolglos.

Die Wahl wurde nötig, da der bisherige Kommandant Michael Reubel schon vor einigen Monaten gegenüber der Wehr und der Gemeinde bekannt gegeben hatte, aus privaten und beruflichen Gründen sein Amt niederlegen zu wollen. Bereits seit April ruht die Kommandantur von Michael Reubel, der zum Silvestertag sein Amt niederlegen wird. Seit dieser Zeit führt sein Stellvertreter Hubert Rädlein die Wehr. "Es ist alles super gelaufen", stellte Reubel fest. Laut dem Feuerwehrgesetz haben die rund 40 Aktiven jetzt drei Monate Zeit, einen neuen Kommandanten zu finden und bei einer erneuten Dienstversammlung zu wählen. Sollte sich in dieser Zeit keine Führungskraft finden, dann müsse die Gemeinde einen Notkommandanten einsetzen, teilte Kreisbrandinspektor Reinhard Hartung mit. "Vielleicht braucht man auch diese Zeit, um eine neue Führungskraft zu finden, denn es ist kein leichtes Amt. Man hat viel Verantwortung und wird gefordert. Es hat aber auch seine schöne Seiten", sagte KBI Hartung verständnisvoll. Er weiß, wovon er spricht. Hartung war selbst zwölf Jahre lang Kommandant der Untersiemauer Wehr. Bürgermeister Werner Thomas bedauerte sehr, dass sich kein Aktiver fand, um das Amt des Kommandanten zu übernehmen.

15 Einsätze

Bei der Hauptversammlung, die sich der Dienstversammlung anschloss, ging Michael Reubel in seinem letzten Bericht auf die 15 Einsätze ein, bei denen 1260 Minuten Dienst von den Aktiven geleistet worden sei. Die Wehr wurde zu acht Einsätzen, einer davon verbunden mit Technischer Hilfeleistung, sowie zu sechs Brandeinsätzen und zu einer Großübung gerufen. Die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges vom Typ LF 20 sei auf den Weg gebracht. Es hätten schon einige Besichtigungen stattgefunden. Er zollte seinem Stellvertreter großen Respekt und lobte die Arbeit von Gerätewart, Gruppenführer, Atemschutzgerätewart und Vorstand.

Über die Jugendfeuerwehr Itzgrund informierte Jugendwart Harald Pfaff. Zwei Feuerwehranwärter aus Kaltenbrunn hätten mit der Modularen Truppmannausbildung begonnen. Elf Jugendliche übten regelmäßig bei den Wehren in den verschiedenen Ortsteilen. Pfaff bemängelte die Übungsbeteiligung der rund 20 Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr Itzgrund. Deswegen habe es auch eine Aussprache gegeben, die zur Zufriedenheit aller Beteiligten gelaufen sei. Er rief die Ortswehren dazu auf, um die Jugendlichen zu kämpfen und diese über die feuerwehrtechnischen Übungen auch ins Vereinsleben zu integrieren. "Der Nachwuchs soll das ,Gemeinsam sind wir stark‘-Gefühl bekommen und verinnerlichen", sagte Pfaff. Man habe einige Abgänge hinnehmen müssen, es habe aber auch zwei Neuzugänge gegeben. Anfang 2018 seien 24 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr Itzgrund gewesen, darunter zwölf Jugendliche aus Kaltenbrunn. Leider hätten fünf Jugendliche aus Kaltenbrunn inzwischen aufgehört, bedauerte Harald Pfaff. Ein Jugendlicher sei hinzugekommen. Im kommenden Jahr werde die aktive Wehr keine Verstärkung aus der Jugendfeuerwehr bekommen. Es sei auch bedauerlich, so Pfaff, dass sich die Mädchengruppe wieder aufgelöst habe und es jetzt nur noch drei weibliche Mitglieder gebe. In der heutigen Zeit mit einem vielfältigen Freizeitangebot sei es nicht leicht, die Jugendlichen zu begeistern, sagte Bürgermeister Thomas zu dem Thema. Er zollte den Jugendwarten und ihren Helfern großen Respekt für ihre Arbeit.

Lange Gesichter

Pfaff dankte der Itzgrunder Seniorengruppe , die eine Spende, die aus dem Erlös der Weihnachtsfeier stammt, an die Jugendfeuerwehr überreichte. Etwas enttäuscht seien die Jugendwarte über die Veranstaltung im Landratsamt gewesen, wo sie anlässlich der Würdigung ihrer 20-jährigen ehrenamtlichen Tätigkeit eingeladen waren. "Wir haben da mehr erwartet", sagte Pfaff. Er dankte schließlich der Gemeinde und den anderen Jugendwarten und Helfern Michael Schramm, Markus Dinkel und Norbert Köhler für die geleistete Arbeit.

Die Atemschutztruppe der Feuerwehr Kaltenbrunn sei mit zehn Geräteträgern gut aufgestellt, berichtete Atemschutzgerätewart Günther Kröner. Er ging näher auf die drei Atemschutzeinsätze, die zwei Übungen sowie auf die Besuche in der Atemschutzübungsstrecke. Er rief dazu auf, die Atemschutzübungsstrecke in Ebersdorf mindestens zweimal pro Jahr zu besuchen.

Etwas für die Vereinskasse

Vorsitzender Markus Schmidt blickte auf die Veranstaltungen des vergangenen Jahres zurück. Darunter waren das Weißwurstfrühstück und das Vereinslagerfeuer, das Backofenfest und der Kirchweihtanz, den man für die Dorfgemeinschaft veranstaltet hat. Auch eine Dorfweihnacht fand wieder statt. Die Parkplatzeinweisung bei einer Veranstaltung in Eyrichshof habe der Vereinskasse gut getan, wie der Vorsitzende betonte. Außerdem seien regelmäßig Stammtische abgehalten und eine Wallfahrt bewirtet worden.

Einstimmig beschloss die Versammlung die Änderung der Satzung in Bezug auf die Ausgaben und die Auflösung des Vereins. Weiterhin beschlossen die Mitglieder bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung, für das neue Löschfahrzeug LF 20 aus der Vereinskasse 10 000 Euro zu nehmen. Damit hatten sie die Anerkennung des Bürgermeisters sicher.

Zum Schluss viel Lob

Bürgermeister Werner Thomas freute sich über viele positive Ereignisse der Wehr im Jahr 2018. Dies sei ein Verdienst der Gemeinschaft, sagte er. Die Feuerwehrführung mit Kreisbrandmeister Bernd Schultheiß und KBI Reinhard Hartung lobte die Einsatzbereitschaft der Truppe und bescheinigte einen sehr guten Ausbildungsstand. Alle Einsätze seien hervorragend abgearbeitet worden, stellten die beiden Führungskräfte fest, die auch die vielen Verdienste von Michael Reubel lobten.

Als neue Kassenprüfer wurden Dirk Krämer, Dieter Scherbel und Susanne Mönch von der Versammlung gewählt.