Polizeihauptkommissar Ulrich Bosecker, zuständig für verkehrsrechtliche Anordnungen, erläuterte anlässlich der Gemeinderatssitzung vor allem die künftige rechtliche Vorgehensweise. Anlass war die Generalverkehrsschau in Grub. So sollen nicht nur dort, sondern landkreisweit Schilder herausgenommen werden. Das Credo von Bosecker: weniger Verkehrszeichen und bessere Beschilderung. "Was da alles angeordnet wurde, geht auf keine Kuhhaut", meinte der Polizeihauptkommissar. Übermäßige Beschilderung könnten die Verkehrsteilnehmer gar nicht mehr erfassen.

Das systematische Lichten des Schilderwaldes soll vor allem bei den innerörtlichen 30-km/h-Zonen beginnen. Als Paradebeispiel nannte Bosecker die Ortsdurchfahrt von Spittelstein, deren 30-km/h-Beschränkung er als nicht angebracht bezeichnete. Auch die Ortsdurchfahrt von Rohrbach sei ein ähnliches Beispiel. Bosecker: "Dort gibt es keine besondere Gefahrenlage, da die Straße übersichtlich ist und Bürgersteige vorhanden sind." Sämtliche in Grub vorzunehmenden verkehrsrechtlichen Maßnahmen, die in einem Protokoll erfasst sind, das noch nicht vorlag, hat der Gemeinderat in Verbindung mit der Polizei abzuarbeiten. Darunter fällt in Grub die Abschaffung der Geschwindigkeitsbeschränkung in der Lichtenfelser Straße. "Das ist ein Unding", sagte Bosecker. Allerdings empfand er die neu geschaffene Querungshilfe, als Hüpfinsel bezeichnet, in der Coburger Straße als richtig. Sie sei eine optische Bremse. Zum Schluss seiner Ausführungen bat Bosecker um Unterstützung.


Neues Schild für Halteverbot

Ungeachtet dessen beschloss der Gemeinderat in Abstimmung mit der Polizei ein absolutes Halteverbot in der Coburger Straße zwischen den Hausnummern 16 a und 18. Eine zusätzliche Beschilderung wird dadurch notwendig. Begründet wurde die Maßnahme mit der Behinderung der Ein- und Ausfahrt von Feuerwehrfahrzeugen vor allem an Markttagen.

Kreisbrandrat Manfred Lorenz informierte den Gemeinderat über den Feuerwehrbedarfsplan. Dieser richtet sich unter anderem nach der Einwohnerzahl und der Fläche einer Gemeinde. Dieser Plan ist eine Orientierungshilfe sowohl für die Feuerwehr als auch für die Gemeinde. Er soll eine Bestandsaufnahme und einen Ausblick enthalten. Auch wenn es noch keine Frist gebe bis zur Aufstellung eines derartigen Planes, sollte dessen Einführung nicht verschoben werden, war die Aufforderung des Kreisbrandrates unüberhörbar. Da die Gemeinden örtlich für den ICE-Verkehrsweg zuständig sind, informierte Lorenz noch über die vorgesehenen Tunnelbasiseinheiten. Es werden, nachdem die Bahn nach zähen Verhandlungen dem Konzept zwischen Erfurt und Ebensfeld zugestimmt hat, mehrere Feuerwehren zu Tunnelbasiseinheiten zusammengefasst, um mit jeweiliger Ausrüstung rochierend bei Unfällen eingreifen zu können. "Eine Feuerwehr vor Ort würde das nicht bewältigen", meinte Lorenz. Kosten für die Gemeinde fielen nicht an, jedoch ein zusätzlicher ehrenamtlicher Personaleinsatz.
"Mit schwillt der Kamm an", war die Reaktion von Bürgermeister Jürgen Wittmann (GfG) auf die Ankündigung der Bundesnetzagentur für einen neuen Netzentwicklungsplan bis 2030, der den künftigen Verlauf der Stromtrassen P44/P44 mod und P43/P43 mod vorsieht. "Dagegen müssen wir angehen", sagte Wittmann.


Ein Ja und ein Nein

Der Gemeinderat beschloss, mit der Gemeinde Niederfüllbach in Sachen Breitbandausbau zusammenzuarbeiten. Am Wettbewerb "Das schönere Dorf - die schönere Stadt 2016 bis 2018" will die Gemeinde laut Beschluss nicht teilnehmen.