Die Premiere im vergangenen Jahr war durchaus gelungen: Mit dem "Goldstrand" gab es erstmals am Goldbergsee ein gastronomisches Angebot, allerdings zeitlich begrenzt auf die Sommermonate.

Auch in diesem Jahr soll es einen "Goldstrand" in Coburg geben. Der Stadtrat hat am Donnerstag (17.02.2022) eine entsprechende Ausschreibung einstimmig beschlossen. Sprich: Interessierte Wirte können sich bewerben.

Coburger Stadtstrand feiert im Sommer 2022 ein Comeback - birgt aber auch Konfliktpotenzial

In der Diskussion im Stadtrat wurden aber auch zwei Konfliktpunkte deutlich. Zum einen sollte die Parkplatzsituation besser in den Griff bekommen werden, als im vergangenen Jahr. Zum anderen hatten sich vergangenes Jahr Anwohner aus dem Stadtteil Beiersdorf (Veilchenweg, Nelkenweg) über zu laute Musik beschwert, die vom Goldstrand herüberschallte.

Wolfram Haupt (Grüne) schlug vor, dass lediglich zur Eröffnung und zum Abschluss jeweils eine Musikveranstaltung erlaubt werden sollte. Antoinetta Bafas (CSU) vertrat hingegen die Ansicht, dass gegen eine "schöne, leichte Musik" doch nichts einzuwenden sein. Jürgen Heeb (Pro Coburg) sprach davon, dass "Musik in einem gemäßigten Rahmen" möglich sein sollte. Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) gab sich diplomatisch: "Warten wir doch mal ab, wer sich mit welchem Konzept bewirbt." Anschließend gelte es, die einzelnen Konzepte zu bewerten. Und er sagte: "Wenn sich jemand bewirbt, der es ohne Musik macht, wäre es natürlich ideal!"

Seit es den Goldbergsee gibt, der sich rasch zu einem der beliebtesten Naherholungsgebiete im Coburger Land entwickelt hat, besteht auch der Wunsch nach einer dauerhaften gastronomischen Einrichtung am Goldbergsee. Doch dafür müsste zunächst der Bebauungsplan für dieses Gebiet geändert werden. Weil dies aber kurzfristig nicht möglich ist, wie Baustadträtin Mechthild Neumann im Stadtrat sagte, soll es auch für 2022 wieder nur die temporäre Lösung geben.