Aber alles reine Routine, versichert Ullrich Pfuhlmann, Leiter des städtischen Hochbauamts. Die Türme der Stadt würden regelmäßig vom Boden aus mit dem Fernglas auf Schäden abgesucht; wenn sich da ergibt, dass genauer nachgeschaut werden sollte, wird das per Hubsteiger erledigt. So wurden am Dienstag am Spitaltor einige Schindeln und Bleche neu befestigt. Und es gab etwas zu gucken.

Das Spitaltor in Coburg stammt aus dem 13. oder 14. Jahrhundert und diente als nördlicher Eingang zur inneren Stadt. Das achteckige Obergeschoss wurde 1685 nach einem Brand in Sandstein aufgesetzt. Vorher war er in Fachwerkbauweise ausgebildet, wie auf dem sogenannten Isselburg-Stich zu erkennen ist. Die Grundfläche beträgt rund 7,5 auf 7,2 Meter, der Turm ist 21,5 Meter hoch.