Bundesweit zum zweiten Mal findet am morgigen Samstag der "Tag der Städtebauförderung" statt. Wie knapp knapp 600 andere Kommunen beteiligt sich auch die Stadt Neustadt an dieser Aktion. Die Stadt öffnet das "Projektbüro Stadtumbau" in der Ernststraße 5 zwischen 9 und 12 Uhr. Dort können sich Bürger über Ziele, Partner und Möglichkeiten der Städtebauförderung informieren.


Auch Privatleute können profitieren


Die stellvertretende Bürgermeisterin Elke Protzmann (CSU), weitere Vertreter der Stadtverwaltung und des Stadtumbaumanagements bei der Regierung von Oberfranken werden zu Beginn erläutern, was bislang im Rahmen der Städtebauförderung in Neustadt erreicht wurde und welche Projekte noch in Angriff genommen werden sollen. Wichtig: Auch Privatleute können von Fördermöglichkeiten profitieren.



Wie geht's weiter mit der "kultur.werk.stadt"?


Im Mittelpunkt der Informationen durch die Stadt stehen natürlich die Fortschritte der Arbeiten an der "kultur.werk.stadt" auf dem Gelände der ehemaligen Druckerei Patzschke in der Bahnhofstraße. Dies ist allerdings nur im Rahmen einer Bilderpräsentation möglich. "Eine Besichtigung vor Ort ist auf Grund der laufenden Arbeiten leider nicht möglich", erklärt Nikolai Freiherr von Brandis, der bei der Weimarer Koordinationsstelle für den "Tag der Städtebauförderung" verantwortlich ist.


Bei der Städtebauförderung handelt es sich um verschiedene Programme des Bundes und der Länder zur gemeinsamen Steuerung und zu einem abgestimmten Vorgehen bei der Meisterung der städtebaulichen Herausforderungen. Die städtebaulichen Maßnahmen und Projekte werden jeweils kooperativ umgesetzt.


Rund 100 Maßnahmen umgesetzt


Seit nunmehr fast 30 Jahren arbeitet die Stadt Neustadt in enger Zusammenarbeit mit der zuständigen Regierung von Oberfranken an der Aufwertung von Gebäuden, Straßen, Plätzen und Grünflächen. In diesem Zeitraum wurden rund 100 Maßnahmen im Bereich der bestehenden Sanierungsgebiete sowie im Stadtumbaugebiet verwirklicht. Zudem werden zahlreiche Maßnahmen gegenwärtig umgesetzt, weitere Projekte sind bereits geplant.
Der Umfang der Maßnahmen ist sehr unterschiedlich - er reicht von überschaubaren Projekten wie zum Beispiel dem Abbruch von kleineren Nebengebäuden bis zu sehr großen und komplexen Maßnahmen wie der Hochwasserfreilegung der Röden.


Als größtes und prominentestes Projekt läuft derzeit die "kultur.werk.stadt". Aber viele andere Maßnahmen wie etwa die Marktplatz-Neugestaltung (für die im vergangenen Jahr ein Wettbewerb durchgeführt wurde) finden sich derzeit in der Vorbereitung zu einer konkreten Umsetzung. "Die Stadt Neustadt bleibt so auch zukünftig aktiv", lobt von Brandis.


In den vergangenen drei Jahrzehnten wurden mit finanziellen Mitteln der Städtebauförderung rund 35 Straßen, Wege und Plätze im genannten Zeitraum neu gestaltet. Rund 25 Gebäude wurden saniert - aber auch über 40 Gebäude abgebrochen, um Platz für neue Entwicklungen zu schaffen.


Zuschüsse bringen Geld

Fachleute sind sich einig: Ohne die finanziellen Hilfen von Bund und Land wäre die städtebauliche Erneuerung einer Stadt wie Neustadt so kaum möglich gewesen. Bundesweite Untersuchungen haben gezeigt, dass mit einem Euro aus den verschiedenen Programmen der Städtebauförderung etwa fünf bis acht Euro an Folgeinvestitionen bewirkt werden.


Aber auch die Stadt Neustadt hat sich zum Ziel gesetzt, die Folgeinvestitionen aus dem privaten Bereich noch zu steigern. Deshalb hat sie als Anreiz ein "Kommunales Förderprogramm" aufgelegt. Das Programm unterstützt private bauliche Maßnahmen, die den Zielen der Stadtsanierung und einer Gestaltungsberatung durch einen von der Stadt beauftragten Architekten entsprechen. Der Förderhöchstbetrag beläuft sich auf 25 000 Euro. red/bk