Der zweite Coburger Bürgermeister Hans-Herbert Hartan (CSU) findet scharfe Worte generell gegen das Gendern. Der Kreisverband kritisiert in diesem Zusammenhang die Stadtverwaltung.
Gendern ist für den zweiten Coburger Bürgermeister und Vorsitzenden der CSU-/JC-Stadtratsfraktion Hans-Herbert Hartan "ein Angriff einer übergriffigen links-grünen Minderheit auf die tradierten Wertevorstellungen einer großen Mehrheit. Dem muss man entschieden entgegentreten". Gendern sei eine "Verhunzung der deutschen Sprache", so Hartan weiter.
So äußerte er sich am Montag (23. Oktober 2023) öffentlich und bekräftigt diese Haltung auch gegenüber inFranken.de. Dem CSU-Kreisverband sind die Gendersternchen in der Verwaltung zuwider.
Coburger CSU-Kreisverband wirft Stadt "realitätsferne Ideologie" vor - Sprecher gibt Kontra
Es sei ein Zeichen einer "von realitätsfernen Ideologien geleiteten Stadtpolitik", schreibt der Coburger CSU-Kreisverband in einem öffentlichen Statement und spricht von einer "beispiellosen Manipulation unserer Sprache". Die Stadtverwaltung setze sich zudem über die Empfehlungen des Rates der deutschen Rechtschreibung hinweg. Der Rat sieht das Binnenzeichen nicht als Kernbestand der Orthografie, sondern als gesellschaftspolitische Diskussion. 2021 hatte er empfohlen, Sternchen und Co. nicht in das Amtliche Regelwerk aufzunehmen. Im Frühling 2023 änderte ein deutsches Kultgetränk seinen Namen und spaltete damit das Netz. Grund war das Gendern.
Es schließe "ausgerechnet jene Bürger aus dem öffentlichen Diskurs aus, die sich an die gültigen Rechtschreib- und Sprachregeln halten", lautet ein weiteres Argument des CSU-Kreisverbands Coburg-Stadt in der Pressemitteilung "gegen den Genderwahn in der Coburger Stadtverwaltung". Die "schleichende Verpflichtung" treibe einen Keil in die Gesellschaft, deren Mehrheit das Gendern ablehne. "Ausdrücklich inklusiven und demokratischen Charakter besitzt im Gegenzug die Anwendung der allgemein gültigen Sprachregeln: Als verbindliche Kommunikationsinstrumente dienen sie wirklich dem Wohl aller Menschen ganz ohne Ausnahme", heißt es weiter.
Die Stadt sieht das Gendern indes als eine Geste der Höflichkeit in der öffentlichen Kommunikation. "Und natürlich ist es ein Zeichen der Toleranz, die sich gegenüber Minderheiten gebührt. Eine Stadtverwaltung muss alle Menschen mitnehmen", so der Stadtsprecher Louay Yassin gegenüber inFranken.de.
"Augenmerk auf wichtige Themen": Coburg will amtliche Schreiben verständlicher machen
Einen großen Stellenwert für die Stadtverwaltung habe jedoch auch die Leserlichkeit der Texte, räumt Yassin ein. So versuche man, wenn möglich, die Sternchen zu umschiffen. Aus amtlichen Anschreiben und Formularen werde das Gendern indes ganz herausgehalten. "Das Amtsdeutsch ist oft schon an sich nicht leicht zu verstehen. Vielmehr arbeiten wir daran, amtliche Anschreiben und Formulare grundsätzlich leichter verständlich zu machen." Beschwerden über die Sternchen hätten die Stadt bislang nicht erreicht.
"Allerdings kenne ich viele Beschwerden, warum amtliche Schreiben so kompliziert klingen. Also sollten - und wollen - wir das Augenmerk auf wirklich wichtige Themen legen", bekräftigt der Stadtsprecher. Die ersten Schritte in der Verwaltung seien bereits getan, allerdings gebe es sehr viele amtliche Schreiben und Formulare.
Der Mann hat doch recht.
Gendern ist nichts weiter als Linksgrüne Ideologie und hat nichts, aber überhaupt nicht mit der Gleichberechtigung zutun
Der Schutz von Minderheiten scheitert zu oft an Mehrheiten...
Eigentlich sehe ich mehr einen Anti-Genderwahn. Auf jede Sprechpause ind jedes Sternchen wird allergisch reagiert, als gäbe es nichts schlimmeres auf der Welt.
Dagegen könnte man es doch einfach halten: Lasst es jeden frei, was er benutzt, schreibt es nicht vor und regt euch nicht drüber auf, wenn es jemand in seinen Sprachgebrauch integriert, wenn auch nur um alle Menschen zu integrieren.
Sprache wandelt sich, auch wenn irgendwelche vermeintlichen Rechtschreibhüter etwas dagegen haben.
Ich bekomme eher beim Deppenapostroph-Wahn in der Coburger Innenstadt Stresspusteln... Oder bei Frisörin statt Friseuse.
Mit Wandlung der Sprache kann man nicht alles erklären/entschuldigen!
Das "Gendern" ist eine Vergewaltigung der deutschen Sprache! Unablässig wird der Sprachfluß durch Sternchen usw. unterbrochen und damit die Verständlichkeit beeinträchtigt! Laßt doch endlich diesen grünen Abschaffungsversuch der deutschen Sprache sein!!!
Nochmal, was tut es euch weh? Es sollte nicht zur Pflicht gemacht werden, da bin ich dabei. Man sollte aber auch nicht benachteiligt werden wenn man gendert, meiner Meinung nach. Solange das freiwillig passiert, who cares? Und wenn ein Unternehmen das freiwillig als Unternehmenscodex festlegt, kann man das doch akzeptieren?
Bislang ist das einzige Argument dagegen was ich lese "das ist eine Vergewaltigung der Sprache". Denglisch ist auch eine Vergewaltigung der deutschen Sprache, dagegen hört man aber keine Aufschreie. Ebenso besagtes Deppenapostroph. Das hat sich auch in der gesellschaftlichen Mitte etabliert. Die Vergewaltigung der deutschen Sprache in Form eines Aiwongers ist ja sogar mehrheitsfähig geworden.
Sie haben es nicht verstanden. Wenn einer schlecht redet oder schreibt, dann schaltet man den ab oder ignoriert es. Schlechte Sprache, und der Genderwahn ist definitiv sehr schlechte Sprache, findet keine Akzeptanz. Sobald ich auf so ein widernatürliches Genderwort stoße, schalte ich den Beitrag weg oder lese nicht weiter. Und ja, das bringt definitiv Nachteile für die Genderer. Ihre Sprache ist inkompatibel. Sie werden weniger gehört. Und darum wird sich das nicht durchsetzen, der Selektion sei gedankt.
Es ist definitiv so: Go woke, go broke!