Das Thema auf die Tagesordnung gebracht hatte die FDP mit einer Anfrage: Die Liberalen hatten wissen wollen, welche Bemühungen es seitens der Stadt gab und gibt, das BGS-Gelände zu erwerben. Ein Teil gehört(e) der Stadt schon: Der frühere Sportplatz, wo sich heute das Rechen- und Versandzentrum der HUK Coburg befindet und die Sporthalle. Das Gebäude, das der Verein CrossArt nutzt, wurde mit Hilfe der Stadt ertüchtigt.

Auf dem Gelände befinden sich auch Flächen mit verunreinigtem Boden und Altlasten, erläuterte Oberbürgermeister Norbert Kastner (SPD) in der gestrigen Stadtratssitzung. Die zu beseitigen, wäre teuer. Deshalb habe es 2011 ein Gespräch mit dem damaligen Leiter der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) gegeben, der "ein für die Stadt Coburg verhandelbares Angebot in Aussicht gestellt" habe. Doch dann gab es einen Wechsel in der Bima-Leitung, und das Angebot sei gegenstandslos geworden.
Deshalb, und weil die Stadt angesichts ihrer Finanzlage andere Prioritäten bei den Investitionen gesetzt habe, seien die Verhandlungen nicht wieder aufgenommen worden.

Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (Isek) ist das Gelände als "Innenentwicklungsreserve" bezeichnet: Wenn die Bertelsdorfer Höhe bebaut ist, kann es in der ehemaligen Kaserne weitergehen mit Wohn- und gewerblichen Bauten. Im nächsten Flächennutzungsplan soll das BGS-Gelände auch dafür ausgewiesen werden. "Nach Vollzug dieser Planänderung ist beabsichtigt, die Gespräche mit der Bundesanstalt wieder aufzunehmen", sagte Kastner.