Im Mai 2022 wurde die vermisste 28-jährige Natalia aus Bad Rodach tot in einem Waldstück aufgefunden. Am Dienstag wurde der Angeklagte wegen Totschlags zu einer langen Haftstrafe verurteilt.
- Landgericht Coburg: Urteil im Fall Natalia gefallen
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Der Fall Natalia geriet am 17. Mai 2022 durch eine Vermisstenfahndung an die Öffentlichkeit. Am 23. Mai 2022 wurde die Leiche der 28-Jährigen schließlich in einem Waldstück in der Nähe des Wolfgangsees im Coburger Stadtteil Wüstenahorn gefunden. Gut elf Monate später ist am Dienstag (09. Mai 2023) am Landgericht Coburg ein Urteil gegen den Täter gefallen.
Update 09.05.2023, 16.10 Uhr: Prozess im Fall Natalia - Täter bekommt lange Haftstrafe
Weil er seine Geliebte getötet hat, ist ein Mann vom Landgericht Coburg wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von elf Jahren verurteilt worden. Dies teilte ein Sprecher des Gerichts am Dienstag mit. Die Richter sahen es den Angaben zufolge als erwiesen an, dass der 30-Jährige die damals 28 Jahre alte Frau im Mai des vergangenen Jahres bei einem Streit getötet hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Der verheiratete Angeklagte hatte zu Prozessbeginn ein Teilgeständnis abgelegt und geschildert, wie er über längere Zeit eine Affäre mit der Frau aus Bad Rodach in Oberfranken geführt hatte. Bei einem Streit in einer Gartenlaube habe er der 28-Jährigen "mit aller Kraft" einen Schlag versetzt, habe sie aber nicht töten wollen, gab der Mann in einer Erklärung vor Gericht an.
Der Fall hatte im vergangenen Jahr für größere Aufmerksamkeit gesorgt, da die Frau zunächst als vermisst galt. Mit einem Hubschrauber, Tauchern und Spürhunden hatte die Polizei im Frühjahr 2022 tagelang nach ihr gesucht. Nach rund zwei Wochen wurde die Leiche der Frau bei dem See bei Coburg gefunden. Wenige Stunden danach hatte die Polizei den nun verurteilten Mann festgenommen.
Update 25.04.2023, 11.20 Uhr: Prozess im Fall Natalia - Angeklagter gesteht Tat teilweise
Im Prozess um die Tötung einer jungen Frau in Oberfranken hat der Angeklagte vor dem Landgericht Coburg ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Vor dem Landgericht Coburg schilderte der Mann am Dienstag, wie er mit der 28-Jährigen aus Bad Rodach (Landkreis Coburg) über längere Zeit eine Affäre gehabt hatte. Zeitweise habe er wegen der Affäre auch seine Ehefrau und Kinder verlassen. In einer Stellungnahme vor Gericht warf der Pole der 28-Jährigen nun vor, ihn gestalkt und wiederholt bedrängt zu haben.
Seinen Angaben nach wollte der Mann im Frühjahr 2022 wieder mit seiner Familie leben. In einer Gartenlaube in Coburg sei es im Mai 2022 deshalb zu einem Streit gekommen, bei dem er der Frau "mit aller Kraft" einen Schlag versetzt habe. Die 28-Jährige habe sich danach den Hals gehalten und nach Luft gerungen. Als die Frau tot war, brachte der Angeklagte ihre Leiche seinen Angaben nach mit Hilfe des Autos der Frau zu einem Waldstück nahe eines Sees bei Coburg. Dort vergrub er sie.