Die Polizeiinspektion Coburg und die Verkehrspolizei Coburg haben in den vergangenen Tagen tagtäglich LKW-Fahrer angehalten die entweder keine Fahrerlaubnis hatten, oder deren LKW in einem mangelhaften Zustand war. Das teilte die Polizeiinspektion Coburg mit. Vergangenen Dienstag, 20. Juli 2021, konnten die Polizisten gemeinsam einem Sattelschlepper mit Anhänger in der Unterführung in der Callenberger Straße helfen, weil der Lkw sich dort festgefahren hatte.

Während der Unterstützung des LKW-Fahrers stellte sich heraus, dass der polnische Fahrer gleich mit zwei unterschiedlichen Fahrerkarten gefahren war, damit er mehr Lenkzeit bekommt. Die zusammengerechnete Lenkzeit der beiden Karten ergab eine Lenkzeit von bis zu 50 Stunden. Nachdem der Fahrer das von der Staatsanwaltschaft Coburg angeordneten Bußgeld von 800 Euro bezahlt hatte, konnte er jedoch weiterfahren. 

Zahlreiche Mängel und Manipulationen am Lkw festgestellt

Am Mittwoch, 21. Juli 2021, stellten die Beamten bei der Kontrolle eines türkischen Gespanns auf der A73 erhebliche Mängel am Lkw fest. Bei der Überprüfung des Trucks des 39-jährigen Fahrers stellten die Experten fest, dass lediglich die Lenkachse noch eine ausreichende Bremswirkung hatte. Alle anderen Achsen und die Handbremse hatten keinen Effekt mehr. 

Der Anhänger des Lkws war zum Zeitpunkt der Kontrolle voll beladen gewesen. Außerdem konnte die Polizei feststellen, dass eine Achse am Auflieger verschoben und ein Luftfederbalg gebrochen war. Zusätzlich konnten die Beamten eine AdBlue-Manipulation am Lkw nachweisen. Dabei täuschen Emulatoren der Fahrzeugsteuerung einen vollen Behälter vor. Damit kann das Notlaufprogramm umgangen werden, das automatisch startet, wenn kein Adblue eingespritzt wird. Der Lkw-Fahrer konnte nach Zahlung einer Geldbuße in Höhe von 4900 Euro und der Mängelbeseitigung seine Fahrt fortsetzen.

Am heutigen Donnerstag, 22. Juli 2021, gegen 8.35 Uhr kontrollierten die Beamten ein Gespann, bestehend aus einem Truck mit einem landwirtschaftlichen Anhänger und rotem Kennzeichen aus Neuses. Das Gespann war zuvor auf der B4 in Coburg unterwegs gewesen. Bei Polizeikontrolle konnten bereits zahlreiche Mängel festgestellt werden. Bei der Überprüfung durch einen Sachverständigen stellte sich zudem heraus, dass eine Bremse des Trucks heiß gelaufen war. Außerdem hatte er an der Hinterachse einen Federbruch, die Zugdeichsel des Anhängers war um 20 Prozent verbogen und alle Reifen in einem mangelhaften Zustand.

Keine Fahrerlaubnis, keine Transporterlaubnis, keine Versicherung 

Die Polizei untersagte dem Trucker die Weiterfahrt. Der 64-jährige Fahrer hatte auch nicht die erforderliche Fahrerlaubnis. Zudem hatte der Trucker weder Steuern für den Anhänger entrichtet, noch eine Versicherung abgeschlossen.

Eine erforderliche Erlaubnis für gewerblichen Güterverkehr fehlte ebenso. Der Trucker muss jetzt mit einer Anzeige und weiteren Schritten durch verschiedene Behörden rechnen.