Ein Motorradfahrer lieferte sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei.
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Streifenbeamte der Verkehrspolizeiinspektion Coburg nahmen einen Biker nach einer Verfolgungsfahrt fest, seine Maschine landete auf einem Abschleppwagen.
Ein 19 Jahre alter Biker lieferte sich in der Nacht auf Dienstag eine waghalsige Verfolgungsjagd mit der Polizei. Beinahe wäre dem Motorradfahrer die Flucht geglückt, doch ein Polizist schaffte es gerade noch, unter dem sich schließenden Rolltor der Garage durchzutauchen.
In der Nacht auf Dienstag (28. Juni 2022) hat sich ein junger Motorradfahrer eine waghalsige Verfolgungsjagd mit Beamten der Polizei geliefert. Wie die Polizei berichtet, wollte sich der 19-jährige Biker einer Verkehrskontrolle in Kaltenbrunn entziehen und gab Vollgas.
Als der junge Mann gegen Mitternacht das Anhaltesignal der Polizei bemerkte, gab er Gas und raste auf die Polizisten zu. "Ein Ordnungshüter musste beherzt zur Seite springen, um nicht überfahren zu werden", heißt es im Bericht der Polizei. Daraufhin nahmen die Verkehrspolizisten mit ihrem Streifenwagen die Verfolgung auf und riefen Unterstützung hinzu. Die Fahrt führte zunächst mit zirka 100 km/h durch die Ortschaft Itzgrund, ehe der Biker über Wiesen und Feldwege davon raste.
Polizei ist dem Biker einen Schritt voraus
Kurz riss der Polizei der Sichtkontakt zu dem Flüchtenden ab. Doch wie die Polizei weiter mitteilt, waren sie dem Motorradfahrer einen Schritt voraus: "Ärgerlich für den Raser, dass die Polizisten bereits das Kennzeichen über Funk abgefragt hatten und die Einsatzzentrale den gemeldeten Wohnort mitteilen konnte."
Eine Streife fuhr direkt zu der Wohnadresse des jungen Mannes im südlichen Landkreis und entdeckte den 19-Jährigen wieder. "Der flüchtige Mann war gerade dabei, das Rolltor der Garage zu schließen und im Haus zu verschwinden. Ein Verkehrspolizist handelte geistesgegenwärtig und schaffte es, unter dem schließenden Rolltor hindurch zu tauchen", heißt es seitens der Polizei.
Der Motorradfahrer wurde vor Ort festgenommen. Dann wurde auch schnell der Grund für die waghalsige Flucht vor der Polizei ersichtlich: "Die elektronische Drosselung an der Maschine war deaktiviert und die Auspuffanlage entsprach auch nicht den Vorschriften. Somit war die Betriebserlaubnis erloschen und die Fahrerlaubnis des Mannes war für dieses Fahrzeug nicht ausreichend."
19-Jähriger muss mit mehreren Anzeigen rechnen
Weil er während seines Fluchtversuchs einen Beamten gefährdete, muss er sich außerdem wegen eines Vergehens der Straßenverkehrsgefährdung strafrechtlich verantworten. Die waghalsige Flucht mit dem Motorrad zieht eine Anzeige wegen eines unerlaubten Kraftfahrzeugrennens nach sich. Diverse Ordnungswidrigkeiten schlagen zusätzlich zu Buche.
"Die zu erwartende Sperre zum Erwerb der nächst höheren Fahrerlaubnis dürfte für den jungen Mann ebenfalls gravierend sein, da er eigentlich nur noch wenige Fahrstunden zu absolvieren hatte", teilt die Polizei weiter mit. "Hier wird er erst in einiger Zeit von Null beginnen müssen." Der 19-Jährige wurde nach den polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Von seinem Motorrad musste er sich jedoch vorerst trennen. Darüber wird ein Gutachten erstellt.