"Ein Bubble-Soccer-Turnier gab es in Neustadt bisher noch nie", sagt Alexander Herr. Der Jugendpfleger hat daher kurzerhan einen Premieren- Wettbewerb für das Swing-im-Park-Festival organisiert, die Vorbereitungen hierfür nahmen etwa vier Wochen in Anspruch.


Bälle selbst angeschafft


"Bei Jugendlichen ist Bubble Soccer durchaus bekannt. Die großen Bälle bei einem Anbieter zu mieten, kommt allerdings sehr teuer. Deswegen haben die Jugendpflege Neustadt und Swing-im-Park selbst Bälle gekauft", so Herr. Durch das Bubble-Soccer-Turnier solle das alljährliche Festival im Freizeitpark Villeneuve-sur-Lot für Jugendliche attraktiver werden.

"In diesem Jahr hatten sich bereits acht Mannschaften mit jeweils sieben bis acht Personen angemeldet. Die Teilnehmer waren 15 bis 27 Jahre alt. Wenn Bubble Soccer weiterhin so gut ankommt, wird es langfristig fester Bestandteil des Swing-im-Park-Festivals", berichtet Alexander Herr. Ob dann auch jedes Jahr ein Turnier ausgetragen wird, sei jedoch noch unklar.


"Sichtlich platt"


"Nach den einzelnen Partien waren die Spieler sichtlich platt. Deshalb wäre es auch eine Alternative, die großen Bälle im nächsten Jahr zum freien Spielen zur Verfügung zu stellen", meint Alexander Herr.

Chris Grempel hat gemeinsam mit seinen Kumpels am Bubble-Soccer-Turnier teilgenommen. "Alexander hatte mich angesprochen und gefragt ob ich nicht Lust hätte, mitzumachen. Wir haben uns dann spontan angemeldet", berichtet der 23-Jährige. In seiner Freizeit trifft sich Chris Grempel gelegentlich mit seinen Freunden zum Bolzen, früher hat er auch im Verein gespielt. "Beim Bubble Soccer geht es definitiv härter zur Sache als beim normalen Fußball. Wer den Ball länger am Fuß hält oder versucht zu dribbeln, wird direkt von den Gegnern umgestoßen", erklärt der Neustädter.


Sicht ist sehr eingeschränkt


Die Sicht aus den großen Bällen heraus, die ja den ganzen Körper ab den Knien umschließen, sei außerdem auch sehr eingeschränkt.

Die Teilnahme am Turnier hat Chris Grempels Vorstellung vom Bubble Soccer widerlegt. "Ich hätte gedacht, dass das Hinfallen viel mehr weh tut und vor allem sehr auf die Beine geht. Bubble Soccer sieht beim Zuschauen aber schlimmer aus als es tatsächlich ist", so der 23-Jährige. "Da es heute sehr heiß war, waren die Spielzeiten von jeweils acht Minuten pro Spiel definitiv lange genug. Zur Halbzeit wurde nach vier Minuten auch immer eine kurze Trinkpause eingelegt. Neben vier Feldspielern musste jedes Team zwei Auswechselspieler stellen." Chris Grempel würde es jedem empfehlen, Bubble Soccer einmal auszuprobieren. Das Turnier war seiner Meinung nach auf jeden Fall eine Erfahrung wert.


Sieg für Neustadt Lions


Den ersten Platz belegten die Neustadt Lions. Dahinter folgte das Team des Jugendzentrums Neustadt bei Coburg. Für Chris Grempel und seine Mannschaft, den FC Southhampton, reichte es immerhin für den dritten Rang. Das Fazit des Neustädters: "Das Turnier hat viel Spaß gemacht und war gut organisiert. Im nächsten Jahr sind wir auf jeden Fall wieder dabei."