Handy-Warnung vor gefährlicher Schadsoftware - sie geht extrem raffiniert vor

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Auf welche iOS-Versionen hat es das Exploit-Kit "DarkSword" abgesehen?
iPhone-Nutzern wird zum Schutz vor dem Exploit-Kit "DarkSword" dazu geraten, die neueste iOS-Version zu aktualisieren.
Auf welche iOS-Versionen hat es das Exploit-Kit "DarkSword" abgesehen?
KI-generiertes Symbolbild/Imagen

Mit "DarkSword" haben Cyberkriminelle eine gefährliche Schadsoftware in Umlauf gebracht. Experten zufolge sollen über 200 Millionen Geräte dafür anfällig sein.

Viele iPhone-Nutzer  sind offenbar Opfer eines großangelegten Angriffs geworden. Sicherheitsforscher von Google, iVerify und Lookout haben im März 2026 die Existenz des neuen Exploit-Kit "DarkSword" entdeckt. Die Schadsoftware greift gezielt iPhones mit veralteter Software an und gefährdet Schätzungen zufolge 220 bis 270 Millionen Geräte weltweit. Zunächst hatten t-online und das Technik-Portal Heise berichtet.

Es ist bereits der zweite große iOS-Exploit innerhalb eines Monats. Wie schon bei Coruna spreche der Technik-Website iPhone-Ticker.de  zufolge vieles dafür, dass die Schwachstellen ursprünglich für staatliche Zwecke entwickelt wurden und später in andere Hände gerieten. Coruna soll mutmaßlich von russischen Angreifern gezielt auf ukrainischen Webservern platziert worden sein. Medienberichten zufolge wurden Angriffe in mehreren Ländern registriert.

Warnung vor Exploit-Kit bei iPhones - was die Malware stiehlt

Die Schadsoftware hat es auf sensible Informationen abgesehen: Passwörter, Zugangsdaten und Kryptowährungs-Wallets. DarkSword gehe dabei besonders raffiniert vor: Die Malware sammele die Daten in kurzer Zeit ein und lösche sich anschließend selbst, um Spuren zu verwischen, berichtet t-online.

Die Angriffe laufen über präparierte Webseiten und Links, über die sich Kriminelle Zugriff auf die betroffenen Geräte verschaffen. Ob die Exploit-Kits auch gegen Macs eingesetzt wurden, war laut Heise zunächst unklar. Bei iPhones nutzen sie die Versionen iOS 18.4 bis 18.7 aus.

iPhone-, iPad- und Mac-Nutzer sollten umgehend die aktuellen Updates installieren. Wer auf seinem iPhone die aktuellste iOS-Version 26.3.1 hat, ist gegen die Angriffe geschützt. Wie Spiegel Online unter Berufung auf Schätzungen von Sicherheitsfirmen berichtet, sollen weltweit jedoch über 200 Millionen Geräte anfällig für die Attacke sein.

Automatische Updates aktivieren

Sicherheitsexperten empfehlen zudem, automatische Updates zu aktivieren, damit Sicherheits-Patches sofort aufgespielt werden. Ob ein Update vorliegt, lässt sich auf den Geräten in "Einstellungen > Allgemein > Softwareupdate" sehen.