Dem FC Coburg und dem BBC ist nachhaltige Entwicklung wichtiger als der schnell erkaufter Erfolg. "Wir kommen über die Nachwuchsarbeit", betonte Walter Luft, der Vorsitzende des FCC-Fußballer. 15 Mannschaften, vor allem im Jugendbereich, werden beim FC Coburg trainiert und betreut; außerdem ist bei dem Verein ein Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) angesiedelt.


Alte Rivalität lange spürbar


"Wir sind nicht darauf angewiesen, bei anderen Vereinen Spieler abzuwerben. Das ist schon mal ein Erfolg", stellte Luft fest. "Und wenn uns so viele Jugendliche zulaufen, müssen wir irgendwas richtig machen." Der HSC tauge als Vorbild jedoch nicht, meinte Luft - die Zeit für einen Zusammenschluss der lokalen Fußballvereine sei einfach "noch nicht reif". Der HSC wurde als Gemeinschaftsprojekt der Handball spielenden Vereine TV Ketschendorf, TV 48, Turnerschaft und TV Neuses ins Leben gerufen; die alten
Rivalitäten waren im Vereinsgeschehen aber noch lange spürbar.


Zu schnell zu viel gewollt?


Der BBC ist dagegen der älteste oberfränkische Basketballverein und der älteste deutschlandweit, der nur Basketball spielt. "Wir wollen uns nachhaltig entwickeln", sagte Vorsitzender Wolfgang Hörnlein. Aus seiner Sicht sei der Bundesliga-Volleyball in Coburg auch deshalb gescheitert, weil da "zu schnell zu viel gewollt wurde".


Tragfähigen Unterbau schaffen

Als der Erfolg ausblieb, habe sich der fehlende Unterbau bemerkbar gemacht. Den will Hörnlein beim BBC schaffen. Vor allem dazu diene das Geld des neuen Großsponsors Brose Fahrzeugteile, betonte Hörnlein. Deshalb werde es auch "keine Riesensprünge" mit der ersten Mannschaft geben.