Dem Schulleiter, der staatlichen Realschule CO II, Klaus Reisenweber, war die Freude am gestrigen Tag anzusehen. Als dann pünktlich zum Richtfest an der neuen Zweifachturnhalle für eine halbe Stunde der Schneefall stoppte, stand einem gelungenen Nachmittag nichts mehr im Weg. Seine Dankesrede hielt Reisenweber, aber dann doch lieber im Eingangsbereich der Schule. Landrat Michael Busch (SPD) tat es ihm gleich. "Es ist wichtig, dass wir im Zeitplan sind. Der Dank dafür gilt allen Firmen und den Ingenieurbüros, die an der Verwirklichung mitgewirkt haben", sagte Busch. Auch betonte er in seiner Rede: "Die Politik steht grundsätzlich hinter der Maßnahme."

Schulleiter Reisenweber dankte ebenfalls allen Firmen und zeigte sich beeindruckt von der Geschwindigkeit, in der die Halle jeden Tag in die Höhe gewachsen ist. "Im Sommer hätten wir nicht gedacht, dass es so schnell geht.
Aber die Firma Angermüller hat bei Wind und Wetter gearbeitet. Wir sind stolz auf unsere neue Halle", sagte Reisenweber.

Die hat zwei Spielfelder und soll im September fertig werden. Langfristig stehen der CO II damit drei Hallenflächen für den Sportunterricht zur Verfügung. Denn der Neubau ist nur ein Teil des Großprojektes "Umbau, Erweiterung und Generalsanierung der staatlichen Realschule CO II", der insgesamt fünf Bauabschnitte umfasst.
Im Juli soll es dann mit der Erweiterung des Ganztagbereiches weiter gehen. "Unsere beiden alten Sporthallen werden umgebaut. Eine dient weiterhin als Sportstätte und die andere wird als Cafeteria für die Ganztagsbetreuung genutzt", erklärt Reisenweber.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für alle Bauarbeiten an der Schule auf rund 27 Millionen Euro. "Ganztägigkeit braucht mehr Bewegung und Platz. Mit der neuen Halle können wir am Nachmittag weiter differenzieren", sagt Reisenweber. Besonders Sportarten, wie Basketball und Fußball, die große Spielflächen benötigen profitieren von der Zweifachturnhalle.

"Ich muss betonen, dass es während der Bauarbeiten keine Beschwerden und Beeinträchtigungen des Unterrichts gab", sagte Reisenweber. Dafür wurde extra eine Zufahrtsstraße angelegt, auf der die zahlreichen Betonmischer zur Baustelle fahren konnten. Langfristig kann die CO II durch die Bau- und Sanierungsmaßnahmen die Ganztagsbetreuung weiter ausbauen.

"Wir sind durch unsere Lage eine Schule mit viel Platz und haben gegenüber den Schulen in der Stadt einen Vorteil", betont Reisenweber. Ulrich Kräußlich, von der Firma Angermüller ließ es sich nicht nehmen seinen Richtspruch auf dem Dach des neues Bauwerkes zu halten. Nach der Sekt-Taufe gingen die Gäste wieder in das Schulgebäude. Aber bald gibt es an der Realschule CO II wieder etwas zu feiern, wenn im Juli der nächste Bauabschnitt startet.Mehr