Nach einer durch Glätte verursachte Unfallserie musste der Streckenabschnitt der A73 zwischen Eisfeld-Süd und Coburg für gut zwei Stunden voll gesperrt werden.

Hier hatten sich in kürzestem Abstand insgesamt drei Unfälle ereignet, in Folge derer die Fahrbahn durch Unfallfahrzeuge, Unfalltrümmer und Schotter nicht mehr gefahrlos befahren werden konnte, wie die Verkehrspolizei Coburg mitteilt.

A73 bei Coburg zwei Stunden voll gesperrt - mehrere Glatteisunfälle

Den Anfang der Unfallserie machte gegen 16.40 Uhr einen 25-Jährige aus dem Landkreis Coburg. Diese verlor aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit auf der teilweise mit Schneegraupel und Eis bedeckten Fahrbahn die Kontrolle über ihren Pkw und schleuderte in die rechte Außenschutzplanke.

Anschließend schlitterte das Fahrzeug über die komplette Fahrbahn nach links, krachte in die Mittelschutzplanke und kam auf dem linken Fahrstreifen zum Stillstand. Glücklicherweise blieb die Fahrzeugführerin unverletzt und konnte selbständig aus ihrem im Frontbereich massiv beschädigten Auto aussteigen.

Als sich kurz darauf ein 54-Jähriger aus dem Raum Eisfeld mit seinem Auto an die Unfallstelle annäherte und abbremsen wollte, kam auch er ins Schleudern und streifte erst die Mittel- und anschließend die Außenschutzplanke. Auch er blieb unverletzt, an seinem Auto entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 7000 Euro.

Den Abschluss der Unfallserie machte eine 68-jährige Coburgerin. Sie schleuderte beim Versuch anzuhalten frontal gegen die Mittelschutzplanke und kam dann auf dem Standstreifen zum Stillstand. Ihr Auto im Wert von circa 8000 Euro hatte nach dem Unfall nur noch Schrottwert und musste zusammen mit dem Auto der 54-Jährigen abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden durch die Unfallserie belief sich auf rund 35.000 Euro.

A73 nach Reinigung wieder freigegeben

In Absprache zwischen Polizei und Feuerwehr wurde der betroffene Streckenabschnitt voll gesperrt. Hierzu richtete die Feuerwehr eine Ausleitung an der Anschlussstelle Eisfeld-Süd ein.

Nachdem die Fahrbahn durch Mitarbeiter der Straßenmeisterei Coburg gereinigt und abgestreut worden war und Spezialisten der Verkehrspolizei die Unfallaufnahme abgeschlossen hatten, wurde die Autobahn gegen 19 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben. 

Auch auf der A9 machte die "katastrophale Wetterlage" Verkehrsteilnehmern zu schaffen. Zwei Lastwagen gerieten ins Schleudern - und sorgten für große Behinderungen.