Glatteis und Schneefall haben in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (21. Januar 2022) zu mehreren Verkehrsunfällen auf der A9 geführt.

Zwischen den Anschlussstellen Plech und Weidensees verlor ein Lastwagenfahrer aufgrund des Schneetreibens  und nicht angepasster Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug, geriet ins Schleudern und stieß anschließend frontal gegen die Betongleitwand in der Mitte der Autobahn. Dabei streifte er einen weiteren Sattelzug, wie die Verkehrspolizeiinspektion Bayreuth berichtet.

Glätteunfall auf A9 im Kreis Bayreuth: Beifahrer schwer verletzt

Im Führerhaus des ersten Lastwagens befanden sich zwei Personen: Der 25-jährige Fahrer wurde beim Unfall leicht verletzt, sein 39-jähriger Beifahrer musste mit schweren Verletzungen in ein Nürnberger Krankenhaus gebracht werden. Der Verkehr lief während der Unfallaufnahme und Bergung zeitweise nur einspurig, was einen kilometerlangen Stau zur Folge hatte.

"Die Wetterlage war katastrophal. Es war Schneetreiben sondergleichen. Fahren war kaum noch möglich, auch nicht für die Einsatzkräfte", beschrieb Dominik Klose von der Verkehrspolizei Bayreuth die Situation vor Ort. Bei zwei weiteren Unfällen kam es lediglich zu Sachschäden. Der entstandene Gesamtschaden beläuft sich auf rund 175.000 Euro

Zwischen den Anschlussstellen Bayreuth-Süd und Trockau in Richtung Nürnberg kam es zur gleichen Zeit zu einem weiteren Unfall auf der A9: Auch hier verlor der Fahrer eines Lastwagens auf der schneeglatten Fahrbahn die Kontrolle und blieb an einer Steigung bei Haag hängen.

Lastwagen kommt auf A9 von Fahrbahn ab und landet im Graben

Als der 52-jährige Fahrer zu rangieren versuchte, rutschte das Führerhaus des Sattelzuges in den Straßengraben, der Auflieger stellte sich quer. Der Fahrer wurde nicht verletzt, der Lkw musste abgeschleppt werden.

Einsatzkräfte des THW Pegnitz und Bayreuth sowie der Feuerwehren Schnaittach, Hormersdorf und Plech waren im Einsatz.