Eigentlich sollte der AfD-Spitzenkandidat Maximilian Krah am Sonntag im oberfränkischen Weidenberg auftreten und Europa-Wahlkampf für seine Partei machen. Daraus wird nun nichts - die Veranstaltung wurde nach der Spionage-Affäre abgesagt.
Die Spionage-Affäre holt die AfD auch in Franken ein: Die Partei hat eine Wahlkampfveranstaltung mit ihrem Eurowahl-Spitzenkandidaten Maximilian Krah in Weidenberg (Landkreis Bayreuth) am Sonntag (28. April 2024) abgesagt. Auch die geplante Gegendemo werde nun nicht stattfinden, teilte der DGB Oberfranken am Freitag mit.
Gegen einen Mitarbeiter Krahs gibt es Spionagevorwürfe. Die Parteiführung hatte zuletzt erklärt, an Krah als Spitzenkandidat für den Europawahlkampf festhalten zu wollen. Nach Angaben aus der AfD-Bundesgeschäftsstelle sind jedoch alle geplanten Wahlkampfauftritte Krahs bis zum 1. Mai abgesagt.
AfD-Spitzenkandidat Krah lässt Europawahlkampf ruhen - Veranstaltung in Franken abgesagt
An diesem Tag ist dann, wie Krah selbst bestätigt hatte, ein Auftritt in seiner Heimatstadt Dresden geplant. Wie es danach weitergeht, ist den Angaben zufolge noch unklar. Der AfD Kreisverband Bayreuth schrieb auf der Plattform Facebook, es sei nicht möglich gewesen, kurzfristig "adäquaten Ersatz" zu organisieren.
Ein breites Bündnis um den DGB hatte ursprünglich zur Gegenveranstaltung unter dem Motto "Für ein solidarisches Europa" aufgerufen. Man sage nun mit Rücksicht auf die Bewohnerinnen und Bewohner ab, hieß es in der DGB-Mitteilung weiter.
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