• Tierheim Bayreuth macht auf Facebook auf die vielen mutterlosen Katzenbabys aufmerksam
  • "Dieses Jahr unheimlich viele Kitten ohne Mama"
  • Ehrenamtliche Pfleger*innen müssten Kätzchen aufwendig versorgen

Wie das Tierheim Bayreuth auf Facebook berichtet, müssen dieses Jahr besonders viele elternlose Katzenbabys aufgenommen werden. "Ein Teil davon frisst noch nicht und wird von uns mit der Flasche versorgt. Das heißt, je nach Alter, etwa alle 2 Stunden (auch nachts!) Milch anrühren, füttern, ausmassieren, etc. Manche Babys kommen in einem so geschwächten Zustand zu uns, sodass wir ihnen anfangs nur tröpfchenweise Milch eingeben können", heißt es. 

Tierheim Bayreuth: Schicksal der Babykatzen "nimmt uns sehr mit"

"Es ist Wahnsinn, wie viele Katzenjungen bei uns momentan reinkommen", berichtet Pflegerin Ivonne Schug inFranken.de kurz vor der nächsten Flaschenzubereitung. Derzeit versorge das Tierheim etwa 80 Tiere. "Jetzt kam gerade die Information, dass wir wieder drei Katzenbabys aufnehmen werden. Damit sind alle Isoboxen voll." Die Versorgung erledigten die Pfleger*innen zusätzlich zur normalen Arbeit und in der Freizeit "mit viel Herzblut". "Manchmal sind aber auch wir machtlos und es nimmt uns sehr mit, wenn eines unserer Pfleglinge es dann nicht schafft", heißt es auf Facebook. Die Kätzchen müssten mit nach Hause genommen und regelmäßig gefüttert werden. Dazu bräuchten sie bestenfalls einen Auslauf. 

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Berufstätig könne man mit dieser Aufgabe selbstverständlich nicht sein. Glücklicherweise stünden derzeit ein oder zwei Pflegestellen bereit, wenn weiterer Zuwachs käme. Gestern habe das Tierheim Bayreuth außerdem drei Heizdecken bekommen, die dringend gebraucht würden. Darüber hinaus seien Spenden von Babynassfutter, Glasfläschchen von GimCat, Royal-Canin-Milch, Zewa und natürlich in Form von Geld immer willkommen.

Schug erklärt, wieso besonders im Moment so viele Katzenbabys aufgenommen werden müssten: Sie würden in der Regel im Sommer geboren und da es dieses Jahr kälter gewesen sei, habe es sich etwas verschoben. Zentrales Problem sei die mangelnde Bereitschaft der Besitzer*innen zur Kastration. "Neulich bekamen wir einen eineinhalb Jahre alten Kater, der noch nicht kastriert war. Mit der Ausrede, wegen Corona sei es nicht gegangen, obwohl die Tierärzte aufhatten. Mein dringender Appell: Lasst eure Kater und Katzen kastrieren und schaut nicht so lange zu! Bevor ihr zugelaufene Katzen füttert, ruft gleich im Tierheim an und lasst sie kastrieren." Nur so könne dieses Problem eingedämmt werden.

Auch andere Tierheime haben mit einer Flut an Katzen zu kämpfen. Die Tierhilfe Weidenberg verhängte aus diesem Grund einen Aufnahmestopp.

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