Oberfranken ist für Uni-Absolventen nicht attraktiv. Viele verlassen den fränkischen Bezirk nach Beendigung ihres Studiums.
Eine Studie der Uni
Bayreuth will herausfinden, warum Spitzen-Absolventen der oberfränkischen Hochschulen die Region wieder verlassen - und sich nicht hier einen Job suchen.
"Die Studierenden werden hier hervorragend ausgebildet, sehen ihre Zukunft jedoch häufig nicht hier", beschrieb der Wissenschaftler Pablo Neder die Ausgangslage. "Wir sehen einen systematischen Brain Drain, also das Abwandern von Wissen und Fähigkeiten. Das beschert der Region Oberfranken, die in Teilen von einem Bevölkerungsrückgang betroffen ist, einen zusätzlichen Wettbewerbsnachteil gegenüber Regionen wie München oder Berlin."
Oberfranken: Warum kann der Bezirk die Absolventen nicht halten?
Neder will nun herausfinden, warum das so ist. Sein Ansatz: Oberfranken wird wie eine Marke behandelt, der Absolvent ist der Kunde, der sich für oder gegen die Marke entscheidet.
Er will künftige Spitzen-Absolventen der Unis Bayreuth und Bamberg sowie der Hochschulen Hof und Coburg befragen.
Was können Unternehmen tun, um die junge Leute zu halten?
Dabei will er auch wissen, was Unternehmen, Hochschulen und Kommunen tun können, um die Uni-Absolventen in Oberfranken zu halten. Man wolle am Ende sehr konkrete Handlungsempfehlungen geben können, sagte er weiter.
Einer ersten Einschätzung zufolge ist derzeit der Wohnort häufig das entscheidende Kriterium für die Wahl des Arbeitgebers.
Hochqualifizierte Absolventen seien bei den Unternehmen begehrt, teilte eine Sprecherin der Uni Bayreuth mit: Konzerne drängten an die Hochschulen und würden die besten Studierenden schon frühzeitig an sich binden. Neder will die Studie im Herbst abschließen und die Ergebnisse spätestens Anfang des kommenden Jahres präsentieren.
Äh...weil es in Oberfranken bei weitem nicht genügend Jobs für die ganzen jungen Leute gibt??
In das überlaufene München wollen viele Menschen nicht, aber sie müssen da hin, weil sie nur dort irgendeinen Job finden.
Vor allem sobald Familiengründung ansteht wollen so viele einfach nur noch weg aus München, oftmals auch nach Oberfranken, aber das ist aufgrund der Arbeitsplatzsituation einfach sehr schwierig.
Oberfranken als "Marke". Ich lach' mich kaputt. Die Leute ziehen dahin, wo es Arbeit gibt.
Braucht es für diese banale Fragestellung wirklich eine Studie?