Wie lässt sich der aus allen Richtungen auf die Stadtmitte von Bayreuth herankommende Radverkehr so verteilen, dass die angesteuerten Ziele auf kurzen und sicheren Wegen erreicht werden können? Auf welcher Route kann das Stadtzentrum zügig und bequem mit dem Fahrrad umfahren werden, wenn am Marktplatz eine Veranstaltung stattfindet? Welche Verbindungen durch und um die Bayreuther Innenstadt sollten für den Radverkehr verbessert werden? Mit diesen Fragen beschäftigten sich jüngst Vertreter/innen der örtlichen Radfahr-Verbände und -Initiativen, Mitglieder der Stadtratsfraktionen, Mitarbeiter/innen verschiedener Fachämter der Stadtverwaltung sowie Vertreter/innen von Polizei, Stadtwerken, Quartiersmanagement und Universität. Das teilt die Stadt Bayreuth mit.

In einem vom Stadtplanungsamt ausgerichteten interaktiven Workshop wurde jetzt das Routenkonzept für einen Fahrrad-Cityring diskutiert, der die Bayreuther Innenstadt für den Radverkehr gut und sicher erreichbar sowie leicht umfahrbar machen soll. Schon in dem vom Stadtrat 2014 beschlossenen Radverkehrskonzept war ein vorläufiger Korridor für den FahrradCityring angeregt worden. In der Folge wurde eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, in der sich der Vorschlag für einen konkreten Routenverlauf findet. Entlang dieser Route konnten im Zuge der Umsetzung des Radverkehrskonzepts bereits einige Maßnahmen geplant und realisiert werden.

Dazu gehört zum Beispiel die Querung des Hohenzollernrings zwischen „Pauschenberglein“ und „Am Sendelbach“. Einige der erforderlichen Maßnahmen, darunter etwa zwei neue Brücken über den Roten Main für Passanten und Radler, sind jedoch sehr planungs- und kostenintensiv und lassen sich nur mittel- bis langfristig verwirklichen. Deshalb wurde nun in einem Workshop nach alternativen Routen gesucht, mit denen der Radverkehr innenstadtnah lückenlos auf attraktiven Wegen geführt werden kann.

Bei der Veranstaltung hatten die Teilnehmer/innen Gelegenheit, ihre Anregungen für eine fahrradfreundliche Umfahrung und Durchquerung der Bayreuther Innenstadt einzubringen. Außerdem wurde an einigen neuralgischen Punkten, wie an der ZOH oder vor dem RW21, nach Lösungen gesucht, durch die eine Verbesserung der Situation für den Radverkehr und die anderen Verkehrssparten erreicht werden kann. Problematische Querungen, wie zum Beispiel am Hohenzollernring zwischen Sportpark und Rosenau beziehungsweise Romanstraße, wurden identifiziert und konkrete Vorschläge für mehr Verkehrssicherheit an diesen Standorten erarbeitet. Am Beispiel der Dammallee wurde diskutiert, wie die Situation für den Radverkehr im Zuge der Aufwertung des öffentlichen Raumes verbessert werden kann.

Die vielen Ideen werden nun durch das Stadtplanungsamt genauer ausgearbeitet. Ein weiterer Workshop ist bereits geplant, in dem die Maßnahmen konkretisiert werden sollen. Nach dem Beteiligungsprozess soll ein Routen- und Umsetzungskonzept für den Fahrrad-Cityring in den zuständigen Stadtratsgremien beschlossen werden. Wird auf dieser Grundlage der FahrradCityring umgesetzt, so entsteht eine zusätzliche attraktive Verbindung von hoher Qualität, mit der der Alltagsradverkehr in Bayreuth gestärkt werden kann.