Bäder in Bayreuth: Seit einem Monat ist die Lohengrin-Therme nach dem bundesweiten Lockdown wieder geöffnet. Natürlich gelten weiterhin Abstands- und Hygieneregeln. Harald Schmidt, Bäderleiter bei den Stadtwerken Bayreuth, zieht eine positive Bilanz. 

"Der Besucherzuspruch war in den ersten Wochen moderat und die Gäste waren in weiten Teilen sehr rücksichtsvoll. Das macht es möglich, dass wir seit Kurzem wieder Tagestickets anbieten können." Das Hygienekonzept der Therme funktioniere. Die Stadtwerke weiten das Angebot weiter aus: "Ab sofort schalten wir wieder unsere Massagedüsen und den Wasserfall an und wir bieten wieder unseren Whirlpool und den Strömungskanal an", so Schmidt weiter. 

Anderes Saunaerlebnis als bisher

Vor allem alle Sauna-Fans können sich freuen: Die Stadtwerke öffnen zum 15. September die Saunalandschaft in der Therme. "Durch das nahende Ende der Freibadsaison haben wir wieder mehr Personal in der Therme. Das macht es möglich, unsere Saunen wieder anbieten zu können", erklärt Schmidt. Das sei nötig, denn man müsse deutlich mehr Aufgüsse als normal durchführen.

"Wir dürfen wegen der Abstandsregeln lediglich 35 Gäste gleichzeitig in unsere Saunen lassen. Weil wir wissen, dass viele auf den Aufguss nicht verzichten wollen, setzen wir mehr Mitarbeiter für die Aufgüsse ein." Das Saunaerlebnis werde fortan trotzdem anders sein. "Wir müssen auf die Zeremonie bei den Aufgüssen verzichten. Außerdem dürfen wir aufgrund des Infektionsrisikos nach dem Aufguss den Dampf nicht mit dem Handtuch in der ganzen Sauna verteilen", erklärt Schmidt weiter. 

Schmidt ist bisher außerdem zufrieden mit der Freibadsaison im Kreuzsteinbad. Zwar seien die Besucherzahlen im Vergleich zu den Vorjahren um rund zwei Drittel zurückgegangen, trotzdem habe man die Saison aufgrund des schönen Wetters bis zum 13. September verlängert. "Für uns ist es viel wichtiger, dass unsere Gäste gesund bleiben."

Stadtbad bereitet Probleme

Nur das Stadtbad bereitet dieses Jahr Probleme. Normalerweise öffnet es, sobald das Kreuzsteinbad schließt. Aufgrund strenger Corona-Auflagen ist das jedoch unsicher. "Wir dürfen höchstens 25 Badegäste gleichzeitig ins Stadtbad lassen. Selbst wenn wir mehrere Zeitfenster anbieten, würden unsere Besucherzahlen extrem schrumpfen – das ist für uns kaum zu stemmen", schildert Schmidt.

Ob die Schulen das Schwimmbad für ihren Schwimmunterricht nutzen, bleibt ebenfalls fraglich. Das Stadtbad bleibt also vorerst geschlossen - eine Entscheidung fällt Ende September. 

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