Die Stadt Bayreuth erlässt zum Jahresende erneut ein Verbot fürs Abbrennen von Feuerwerkskörpern an Silvester und Neujahr. Das Verbot, das der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats im November beschlossen hat, gilt für weite Teile der historischen Innenstadt mit entsprechend sensiblem Baubestand, so etwa für die Opernstraße mit dem UNESCO-Welterbe Markgräfliches Opernhaus, für die historische Friedrichstraße, aber auch für das historische Gassenviertel. Die Verbotszone fällt zum Jahreswechsel 2020/21 – nicht zuletzt auch wegen der Corona-Pandemie - größer aus als im vergangenen Jahr. Das teilte die Stadt Bayreuth am Donnerstag (10.12.2020)  mit.

Das Feuerwerksverbot gilt von Donnerstag, 31. Dezember 2020, 0 Uhr, bis Freitag, 1. Januar 2021, 24 Uhr. Es erstreckt sich auf handelsübliche Kleinfeuerwerke, Raketen, Knallkörper, Batterien und ähnliches. Mit einer entsprechenden Beschilderung in den betroffenen Straßenzügen wird an Silvester und Neujahr auf die Regelung hingewiesen. Ein von der Stadt beauftragter privater Sicherheitsdienst wird die Einhaltung des Verbots überwachen. Verstöße können mit einem Bußgeld geahndet werden.

Böllerverbot in Bayreuth auch wegen Corona-Pandemie

Die Beweggründe für das Böllerverbot liegen im Bereich des Brand- und Gebäudeschutzes, in Zeiten der Corona-Pandemie aber auch mehr denn je im Personenschutz. „Bei Silvesterfeiern in der Innenstadt entstehen erfahrungsgemäß schnell dicht gedrängte Menschenansammlungen, die unter dem Aspekt einer Infektionsgefahr sehr problematisch sind. Wir appellieren daher an Bayreuths Bürgerinnen und Bürger, Ansammlungen in den Straßen auch an Silvester grundsätzlich zu vermeiden und die Abstandsregeln zu beachten“, sagt Oberbürgermeister Thomas Ebersberger.

Die Gebäude in der Maximilianstraße und in den Seitengassen seien laut Stadt besonders brandempfindlich. Aufgrund der geschlossenen Bauweise bestehe die Gefahr, dass sich ein Brand schnell auf andere Gebäude ausbreitet. Durch die dichte Bebauung und die engen Gassen sind die Häuser für die Feuerwehr zum Teil schwer zugänglich. Besonders gefährdet seien auch die bestehenden Flachdächer, historischen Innenhöfe mit Holzveranden oder Dachterrassen, da abgebrannte, noch glimmende Feuerwerkskörper dort liegen bleiben und somit leicht ein Brand entstehen kann. Nicht zuletzt befinden sich im Bereich der historischen Innenstadt zahlreiche Baudenkmäler, die vor Bränden zu schützen seien. 

Die Stadt Bayreuth macht darauf aufmerksam, dass auch das Abbrennen von Silvesterböllern in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern sowie Kinder-, Alten- und Pflegeheimen verboten ist. Sie ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, auch in der Nähe des Tierparks Röhrensee, des Tierheims und des Umweltinformationszentrums Lindenhof keine Feuerwerkskörper abzubrennen und Rücksicht auf den dortigen Tierbestand zu nehmen, der ebenfalls seit Jahren unter dem Lärm von Silvesterböllern zu leiden hat.

Hier gilt das Böllerverbot zu Silvester 

Wer sich genauer informieren will, in welchen Straßenzügen der Innenstadt das Böllerverbot gilt, kann dies auf der Homepage der Stadt tun. Dort findet sich neben weiteren Erläuterungen auch ein detaillierter Lageplan.