W enn es nur um einen neuen Beirat ginge, mit mehr oder weniger begrenzten Befugnissen - Bamberg hätte ihn längst, wie der bunte Strauß existierender städtischer Gremien zeigt. Auch die Personalie Trunk genügt nur zum Teil als Erklärung für die emotionsgeladene Debatte. Trunk ist allerdings ein Mann, der sich kein Blatt vor den Mund nimmt, der notfalls auch der Stadtspitze die Meinung geigt, wenn es sein muss auch polemisch.

Im Kern geht es bei diesem Streit jedoch um die demokratische Gretchenfrage: Wo findet im Mehrheitssystem einer großen Koalition, in der so gut wie jeder mit jedem verbandelt ist, die unabhängige und auch kritische Perspektive ihren angemessenen Platz?

Vom Versuch, unbequeme Journalisten einzuschüchtern wie Anfang des Jahres geschehen bis zur Schlammschlacht um den Wirtschaftsbeirat - in einem Stadtrat, in dem sich viele pausenlos in den Armen liegen und bereits das Absolvieren der