Jetzt ist die Mittelschule am Zug. In den nächsten sechs Wochen, also bis zur März-Sitzung, möchte der Gemeinderat wissen, wie man hier zu der Bushaltestellen-Angelegenheit steht. Konkret: Ob sie die Zusammenlegung der Schulbushaltestellen von Mittelschule und Grundschule im Holnsteigweg befürwortet. Damit der Schulbus, der Mittelschüler befördert, künftig zum Wenden nicht mehr in einen Feldweg hinein und in die Straße "Am Herrgottsbaum" zurücksetzen muss.

Den Stein ins Rollen gebracht hatte ein Antrag aller Gemeinderatsfraktionen im Oktober des vergangenen Jahres. Aus Sicherheitsgründen wollten die Antragsteller eine andere Lösung. Sie beantragten, eine Wendemöglichkeit auf dem Parkplatz des Hallenbades zu schaffen. So sollte der Bus nicht mehr hoch zur Schule, sondern nur bis zum Hallenbad und am dortigen Parkplatz wenden.

Die Gemeindeverwaltung unterbreitete diesen Antrag den Fachbehörden (Landratsamt, Polizei) und dem Betreiber dieser Schulbuslinie. Die Fachbehörden waren nicht unbedingt glücklich, der Schulbusbetreiber machte einen anderen Vorschlag - Mittelschüler sollen wie Grundschüler an deren bestehenden Haltestelle im Holnsteinweg aussteigen.

Nachdem Mittelschulrektor Wolfgang Loch mündlich zugesagt hatte, wurde diese Lösung im Dezember beschlossen. Weil an der Grundschul-Haltestelle zwar ein Bus problemlos unterkommt, aber die dann zusätzlichen der Mittelschule mehr Platz brauchen, wurde aus Sicherheitsgründen ein absolutes Halteverbot gegenüber beschlossen und von der Verwaltung in der Zwischenzeit die erforderliche Beschilderung umgesetzt.

In der Dezembersitzung teilte das Busunternehmen allerdings der Verwaltung mit, dass mit der Umsetzung erst einige Wochen nach den Weihnachtsferien begonnen werden könne.

Im Januar erreichte die Verwaltung dann ein Schreiben des Rektors, in dem dieser nach Rücksprachen in der Schule Bedenken zu der Entscheidung des Gemeinderates wissen ließ. Daraufhin setzte die Verwaltung den Beschluss bis zur nächsten Gemeinderatssitzung aus, damit die Angelegenheit erneut behandelt werden konnte. Genau zu dieser Sitzung (diesen Donnerstag) traf dann eine weitere Mail des Rektors ein mit der Bitte, an der Aussetzung so lange festzuhalten, bis Stellungnahmen von Lehrerkonferenz, Elternbeirat und Schulforum vorliegen. Probleme sind unter anderem, dass Unterrichtszeiten verschoben werden müssten und pendelnde Lehrer zeitliche Probleme bekämen.

Wie die Äußerungen in der von Bürgermeister Johann Pfister (BI) geleiteten Sitzung zeigten, war der Gemeinderat durchaus ein wenig ratlos.

Letztlich stellte Pfister drei Beschluss-Varianten zur Disposition: Entweder den Dezember-Beschluss auszusetzen bis die Statements aus der Mittelschule da sind, oder zur bisherigen Lösung zurückzukehren, oder aber einen Probebetrieb nach Ostern laufen zu lassen.

Letztlich entschied man sich (16:1) für die erste Variante und damit Rektor Lochs Vorschlag. Allerdings dringt das Gremium hier auf einen zeitnahen Eingang der Stellungnahmen zur März-Sitzung.


Verbesserung das Ziel

Freilich erklärte dazu Theo Schnörer (SPD): "Wir wollten eine Verbesserung erreichen, das ganze Hin und Her hat mich unheimlich genervt"; auch dass es Informationen immer über Dritte gegeben habe. Man hatte keine Ahnung, "wer noch alles gehört werden muss", merkte Bürgermeister Pfister an. Auf das, was die Schulgremien beschließen, so Pfister weiter, könne man Rücksicht nehmen, müsse es aber nicht.