Betrachtet man die vergangenen 13 Jahre von "kontakt - das Kulturfestival", so ist eine enorme Entwicklung bemerkbar. Von einem kleinen Studentenfestival in den Räumlichkeiten der Otto-Friedrich-Universität wurde diese Veranstaltung zu einem der größten Kultur- und Kunstfestivals in Bamberg, das für alle Menschen zugänglich sein will und Begegnungen schafft. Wie in den vergangenen zwei Jahren wird auch heuer die Lagarde-Kaserne zum Ort eines kulturellen Austausches, nur eben etwas kleiner: Eine der Hallen und Bühnen fällt weg, es gibt kürzere Einlasszeiten und dadurch auch weniger Programmpunkte.

"Letztes Jahr waren die Umbauarbeiten sehr aufwendig und beim Abbau nach dem Festival-Finale waren Kraft und Motivation nicht mehr genügend vorhanden. Wir waren alle sehr erschöpft. 2016 hatten wir planmäßig fast 900 Helferschichten, die gestemmt werden mussten, dieses Jahr werden es nur 450, also knapp die Hälfte sein. Das macht so Einiges für uns leichter. Somit wird es entspannter für das Team und wir können das Festival auch selbst mehr genießen", sagt Michael Schmitt, Helfer und Koordinator beim Arbeitskreis "PR" des Festivals.

Eine weitere Besonderheit des Festivals 2017 ist der Austausch mit dem tschechischen Kultur- und Kunstfestival "Budéjovický Majáles", das zur gleichen Zeit in der Ceské Budéjovice stattfindet. Bedingt durch den "deutsch-tschechischen Kulturfrühling" und persönliche Kontakte kam es zu dieser Idee und zur Kontaktaufnahme mit den Organisatoren des tschechischen Festivals. Auch dieses bietet Kultur- und Kunstprogramm in unterschiedlichsten Leerständen innerhalb einer Woche an und hat viele Parallelen zum "kontakt-Festival". Der Austausch besteht nicht nur aus Live-Auftritten tschechischer Künstler, sondern auch aus Live-Übertragungen der Konzerte aus Tschechien per Go-Pro auf den Leinwänden des Festivals in Bamberg.

Immer wieder schafft es das Team von "kontakt", neue, interessante und verrückte Künstler an Bord zu holen und ein buntes Programm zu gestalten. Seit Dezember saß man in Anhör- und Anschauabenden zusammen und probierte aus. Teilweise über persönliche Kontakte, teils über professionelle Booking-Agenturen werden dann Musiker, Künstler und Performer nach Bamberg eingeladen und für lokale Künstler eine Bühne und Raum geboten.

Auch wenn es dieses Jahr kein Motto gibt und man beim Kerngedanken des "kontakts" bleibt, bietet das Festival umso mehr für sein Publikum: "Echo und Tito" bringen ethnischen Sound und elektronische Musik aus Tel Aviv mit, "Space Shuttle" aus Nürnberg sind Könner der Improvisation, "Harry Keyworth" bringt seine Gitarre und chillige Atmosphäre direkt aus London mit, "dné" aus Prag begeistert mit einer Kombination aus Piano und Drum-Computer und es gibt unter anderem eine Weinprobe musischer Art. Neben vielen Konzerten, Lesungen, Workshops, Performances und Lesungen gibt es auch dieses Mal ein umfangreiches Familienprogramm, viel leckeres Essen und unter anderem eine "Kleidertausch-Börse".

Alle Programmpunkte finden sich auf www.kontakt-bamberg.de oder auf dem Programm-Flyer.