Die Dächer der Nachbarhäuser weiß vom Rauhreif und die Straße glänzend nass? Da kann was nicht stimmen - das war Marga Stöcklein am Sonntag gegen 4.45 Uhr gleich klar, als sie aus dem Fenster schaute, um zu sehen, wie das Wetter ist.

Die Ursache für dieses Phänomen war schnell ausgemacht. "Ich bin im Schlafanzug und in Socken raus", erzählt sie. "Um diese Zeit ist doch niemand auf der Straße."

Die "Quelle" des Sees auf dem Asphalt der Brückenstraße befand sich direkt vor dem Haus, in dem sie wohnt.
"Zum Glück kam ein Polizeiauto auf Streifenfahrt vorbei. Die Beamten haben durchs Autofenster gerufen, dass sie den Rohrbruch schon gemeldet haben."

Ein bisschen Aufregung ist der Anwohnerin auch am Mittag noch anzumerken. "Ich bin dann nachschauen gegangen, ob vielleicht auch im Haus Nässe ist. Zum Glück ist alles trocken geblieben. Kaffee konnte ich mir noch kochen, bevor das Wasser abgestellt wurde." Bis in die Mittagsstunden dauerten die Reparaturarbeiten.

Marga Stöcklein hat sich ihr Wasser einige Häuser weiter besorgt. Auch bei der Kirche hätte die Möglichkeit bestanden, welches aus einem Hydranten zu bekommen.

Eine abgerostete Schraube am Hausanschluss-Schieber war der Grund, warum das Wasser plötzlich viel "Platz" und sich seinen Weg nach oben gesucht hatte, informierte ein Vertreter des Wasserzweckverband Auracher Gruppe am Abend.

Auch Mitarbeiter der Stadtwerke waren vor Ort und kümmerten sich um die Gasleitung, die bei den Baggerarbeiten angekratzt, aber nicht groß beschädigt wurde, berichtet Bürgermeister Thilo Wagner.