Am Freitag, 19. Februar, hat es einen Polizeieinsatz im Bambados gegeben - das wurde jetzt bekannt. Gäste, die zu dem Zeitpunkt das Bad besuchen wollten, hatten beobachtet, dass drei Polizeiautos vor dem Familienbad im Osten der Stadt standen. Auch im Innenbereich hatten sie Beamte gesehen. Unklar war, was der Auslöser des Einsatzes war.

Wie die Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberfranken auf Nachfrage von inFranken.de am Mittwoch bestätigte, hatte das Badpersonal die Beamten am vergangenen Freitag gerufen. Die Mitarbeiter des Bambados waren zuvor von Kindern angesprochen worden. Diese gaben an, von einem Mann belästigt worden zu sein.


Noch keine konkrete Angaben

Weitere Einzelheiten dazu waren am Mittwoch vom zuständigen Polizeipräsidium in Bayreuth nicht zu erfahren. "Zum jetzigen Zeitpunkt können wir aus ermittlungstaktischen Gründen keine konkreten Angaben zu dem Vorfall machen", erklärte ein Polizeisprecher schriftlich. Nur so viel: Die Kriminalpolizei Bamberg ermittelt wegen eines möglichen Sexualdelikts. Laut unseren Informationen handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Bamberger. Dieser konnte identifiziert werden.

Das Polizeipräsidium Oberfranken hatte am Wochenende entschieden, keine Meldung herauszugeben. Dass die Öffentlichkeit bisher nicht über den Vorfall informiert wurde, begründete der Sprecher mit den laufenden Ermittlungen.

Auch Stadtwerke-Sprecher Jan Giersberg bestätigte am Mittwoch auf Nachfrage den Vorfall, verwies aber auf das noch nicht abgeschlossene Verfahren. Zu dem Zwischenfall selbst könne er sich deshalb nicht äußern. Er betonte aber, dass sich das Personal richtig verhalten habe.


"Vorbildlich gelaufen"

Nachdem es von den Kindern angesprochen worden war, habe man sofort die Polizei verständigt. "Wir sind hier sehr sensibel. Unsere Prozesskette hat funktioniert", so Giersberg. Die Mitarbeiter seien angewiesen, in solchen Fällen schnell zu reagieren. "Das ist vorbildlich gelaufen. Dadurch ist es gelungen, den Badegast zu finden."

Der Stadtwerke-Sprecher betonte, dass auch die Kinder "absolut richtig gehandelt haben". Er ermutigte generell alle Besucher, sobald sie sich unwohl fühlen sollten, sich sofort beim Personal zu melden. In weniger einsehbaren Stellen des Bades sei außerdem zur Sicherheit der Gäste eine Kameraüberwachung installiert.

Seit Jahren ist dies der erste Vorfall dieser Art, der im Bambados bekannt wurde. Rund 400.000 Badegäste zählen die Stadtwerke jedes Jahr.