Corona überschattet derzeit alles - auch die Kommunalwahl. Doch steht am Sonntag , 29. März, eine Entscheidung enormer Tragweite an: Es wird die Frage beantwortet, wer Bamberg in den nächsten sechs Jahren als Oberbürgermeister lenken wird.

Amtsinhaber Andreas Starke (SPD) musste sich bei der Wahl am 15. März mit 35,9 Prozent zufrieden geben. Sein Herausforderer Jonas Glüsenkamp (Grüne) ließ mit 24,6 Prozent aufhorchen und stach auch den amtierenden Zweiten Bürgermeister Christian Lange (CSU) aus.

Hier lassen wir Unterstützer zu Wort kommen, die erklären, warum sie ihren Kandidaten für den besten halten. Für den 63-jährigen Starke, der seit 14 Jahren im Amt ist, tut dies Georg Knoblach, der auch Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbands Bamberg ist. Für den 32 Jahre alten Glüsenkamp bricht der langjährige Stadtrat und Grünen-Urgestein Peter Gack eine Lanze.

Das sagt Georg Knoblach, Fürsprecher von Andreas Starke (SPD):

"Die Corona-Krise erfordert unsere ganze Kraft und Aufmerksamkeit. Die entscheidende Frage lautet: Wer ist in dieser Situation der Beste für die Stadt? Wer verfügt über die notwendige Erfahrung und die erforderliche Kompetenz, damit die enormen Herausforderungen, auch für die Zeit nach der Corona-Krise, erfolgreich gemeistert werden? Für mich ist die Antwort klar und eindeutig. Es kann nur Andreas Starke sein.

Als Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes Bamberg bin ich im Krisenstab. Hautnah erlebe ich, wie Andreas Starke als kenntnisreicher Leiter des Krisenstabs agiert und mit welcher Umsicht und Einfühlungsvermögen er das Gremium führt, um richtige Entscheidungen zu treffen. Besonders beeindruckend ist seine Belastbarkeit, seine außerordentliche Fachkompetenz und die souveräne Art, die er auch in Stresssituationen nicht verliert. Unser Krisenstab "Corona" ist bereits zum Vorbild für andere Regionen geworden, um den bestmöglichen Schutz der Bevölkerung sicherzustellen und eine optimale Versorgung zu garantieren.

Heute zahlt sich aus, was während der Amtszeit von Andreas Starke in Bamberg alles geschaffen worden ist. Waren zum Amtsantritt ca. 1000 Mitarbeiter in der Sozialstiftung tätig, sind es heute über 4500. Die außergewöhnlich gute medizinische Ausstattung ist gerade jetzt besonders wichtig. Starke war immer offen für neue Ideen, davon profitieren wir auch in Zukunft.

Unabhängig von der aktuellen Situation beobachte ich die Amtszeit von Andreas Starke sehr genau. Bamberg hat sich äußerst positiv entwickelt. Die Stadt ist toleranter, gastfreundlicher und liberaler geworden. Das hat viel mit unserem Oberbürgermeister zu tun, weil ihm der faire Interessenausgleich am Herzen liegt.

Andreas Starke steht nun vor der herausfordernden Aufgabe, den neuen und kleinteiligen Stadtrat zu einigen und die Entscheidungsträger der Region bestmöglich zu koordinieren.

Kurzum: Er bringt alle Voraussetzungen mit, um das Wohl der Stadt zu fördern. Das Beste für uns als Bürgerinnen und Bürger ist seine Wahl.

Bleiben Sie gesund."

Das sagt Peter Gack, Fürsprecher von Jonas Glüsenkamp (Grünes Bamberg):

"Bereits im Vorfeld der Wahl wurde ich von vielen Menschen angesprochen, warum ich nicht als Oberbürgermeister kandidiert habe. Meine Antwort ist: Bamberg braucht nicht nur einen Politikwechsel, sondern auch einen Generationenwechsel.

Die Herausforderungen der Zukunft liegen - von der Bewältigung der aktuell alles überschattenden Corona-Krise abgesehen - in den Themen, die in den vergangenen Jahren nicht ausreichend angepackt worden sind. Bezahlbarer Wohnraum, eine moderne Verkehrspolitik, eine enkeltaugliche Energie- und Klimaschutzpolitik, die aktive Steuerung des Wandels unserer von der Automobilindustrie abhängigen Wirtschaftsstruktur hin zu zukunftsfähigen Arbeitsplätzen und der Gestaltung des demografischen Wandels. Da hilft es nichts, auf die Kräfte zu setzen, die dazu seit vielen Jahren Gelegenheit hatten und es versäumt haben, die Stadtgesellschaft in diese neue Zukunft mitzunehmen. Wir brauchen einen Neuanfang, der das Bewährte erhält und das notwendige Neue tut.

Für diesen Neuanfang ist Jonas Glüsenkamp genau der Richtige. Ich arbeite mit ihm seit vielen Jahren eng zusammen. Jonas sprüht vor Energie, ist voller Ideen und hat gleichzeitig oft direkt den "Schlüssel" in der Hand, um Dinge auch sofort umzusetzen. Ich bewundere an ihm, wie er die Bedürfnisse von Menschen erkennen und in Worte fassen kann und schnell politische Handlungsschlüsse zieht. Seine kommunalpolitische Erfahrung hat er von Jugend an gewinnen können und im Landratsamt Coburg in der Arbeit für den Landrat ausbauen können. Führungsqualitäten bringt er nicht nur als Grüner Vorstand mit, sondern auch in seiner Arbeit für den Vorstandsvorsitzenden eines Ökostromanbieters. In Bamberg hat er als Mitinitiator von zwei erfolgreichen Bürgerentscheiden bewiesen, dass er Dinge bewegen kann. Er ist authentisch, lebt seine Überzeugung mit Haltung und hat Durchsetzungsvermögen. Er ist bescheiden genug, um die Sache und nicht sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen.

Jonas Glüsenkamp ist aus meiner Sicht die richtige Wahl in der Stichwahl!"

Die Wahl am kommenden Sonntag, 29. März, findet ausschließlich per Briefwahl statt.

Für die Stichwahl zur OB-Wahl am 29. März wurden laut Stadt die Briefwahlunterlagen inzwischen an alle Wahlberechtigten per Post geschickt.

Wer bis Mittwoch, 25. März, aber noch keine Unterlagen erhalten hat, kann sich direkt an das Wahlamt unter Telefon 0951/87-1199 melden, um die Briefwahlunterlagen noch zu erhalten. Die Wahlbriefe müssen per Post spätestens am Mittwoch abgeschickt beziehungsweise können bis Sonntag, 29. März, (18 Uhr) in die Briefkästen des Rathauses am Maxplatz und des Rathauses am ZOB eingeworfen werden. Dies ist laut Stadt auch bei der Ausgangsbeschränkung möglich, da die Abgabe von Briefwahlunterlagen einen triftigen Grund für das Verlassen der eigenen Wohnung darstellt.