Stegaurach
Entsorgung

Stegaurachs Kläranlage arbeitet gut

Verbesserungen hinsichtlich der Energiekosten sind möglich, erfuhr der Gemeinderat. Eine Umrüstung der Klärschlamm-Behandlung auf "Faulung" und der Einsatz einer Schlammpresse könnten dazu beitragen.
Foto: Ulrike Müller
Foto: Ulrike Müller
Nach neun Jahren Zusammenarbeit mit der Südwasser GmbH präsentiert sich die Stegauracher Kläranlage in einem hervorragenden Zustand. Der Sachstandsbericht an den Gemeinderat zeichnete das Bild eines konstanten, positiven Fortschritts, der in seiner Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist, obwohl sich alle relevanten Parameter in der Mitte zwischen absoluten Idealwerten und Durchschnittswerten eingependelt haben. Dass weitere Verbesserungen hinsichtlich der Energiekosten und der Klärschlammmenge möglich sind, wurde in dem Vortrag deutlich. Mit dem bisher Erreichten zeigte sich das Gremium zufrieden.

So sind die Stromkosten trotz eines erheblich reduzierten Verbrauchs drastisch gestiegen. Eine Ursache ist die Zulage für erneuerbare Energien, von der energieintensive Unternehmen, wie zum Beispiel die Deutsche Bahn, befreit sind. Die Zulage ist von 0,38 Cent pro Kw/h auf 5,28 Cent gestiegen.

"Damit subventionieren wir Unternehmen, die gar nicht wissen, wohin mit ihren Gewinnen", bemerkte Gemeinderat Bernd Fricke (Bündnis 90/Die Grünen). 43 Prozent des Gesamtkostenpakets der Kläranlage sind Energiekosten, weitere 43 Prozent verschlingt die Klärschlammentsorgung. Die restlichen 14 Prozent verteilen sich auf alle anderen Kostenarten.

Die Vertreter von Südwasser schlugen konkret vor, die Behandlung des Schlamms auf "Faulung" umzurüsten und eine Schlammpresse einzusetzen. Dies bedeute zwar eine Investition von rund 530 000 Euro, auf der anderen Seite aber eine Verringerung des Energieverbrauchs von 235 000 Kw/h auf 175 000, und damit eine Kostenersparnis von 15 000 Euro. Das Prinzip der Faulung führe außerdem zu einer Reduzierung der Menge, von 5000 Kubikmeter auf dann noch 3500. "Wir sollten das tun", war der Tenor aller Fraktionssprecher.

Bürgermeister Siegfried Stengel (CSU) bat darum, das sehr umfangreiche Zahlenmaterial zeitnah zusammenzufassen und noch einmal vorzustellen. Dies im Hinblick auf die anstehenden Haushaltsberatungen, wie auch die anstehende Vertragsverlängerung mit der Südwasser GmbH.