Im Streit zwischen der Gemeinde Strullendorf und der Stechert-Gruppe ist nun ein Urteil gefallen. Die Erste Zivilkammer am Landgericht Bamberg hat am Montag die Klage des Sitzmöbel-Herstellers aus dem mittelfränkischen Wilhermsdorf abgewiesen. Die Gemeinde Strullendorf hat laut Gericht nicht den Auftrag über eine mobile Sitzplatztribüne für die modernisierte Hauptsmoorhalle erteilt.

Keine Zahlung wegen Mängeln

Streitpunkt war eine offene Restzahlung für die von Stechert gelieferte Tribüne: Einen Betrag von 47 500 Euro forderte das Unternehmen von der Gemeinde. Strullendorf verweigerte die Zahlung mit dem Hinweis, nicht der Auftraggeber gewesen zu sein.
In dem Verfahren, das sich über Monate hinzog, hatten unter anderem Wolfgang Heyder, damals Geschäftsführer "Sport" bei den Brose Baskets, und Andreas Schwarz, früher Strullendorfer Bürgermeister und heute Bundestagsabgeordneter der SPD, ausgesagt.

Demnach hat Heyder laut seiner Aussage vor Gericht im Namen der Gemeinde die Tribüne bestellt. Schwarz hingegen erklärt, dass er Heyder dazu nie beauftragt habe. Vielmehr heißt es von Schwarz: "Es gab einen Gemeinderatsbeschluss, in dem ein Investitionspaket festgelegt worden war." Der Beschluss sei dem Verein Regnitztal Baskets als Hallenmieter mitgeteilt worden, dieser habe den Beschluss dann auch umgesetzt.

Unter anderem wurde dann die Tribüne angeschafft, die allerdings nicht den Anforderungen entsprach: Laut Schwarz weist diese erhebliche Mängel auf. "Deshalb wurde das Geld nicht überwiesen." Ein weiterer Prozess, der sich mit den Qualitätsmängeln der Tribüne beschäftigt, könnte nun folgen.