Mit dem früheren Beginn der Winterpause hat sich im bayerischen Amateurfußball auch das Wintertransferfenster geöffnet - allerdings hat der Bayerische Fußball-Verband (BFV) ein Detail noch nicht abschließend geklärt. Dabei handelt es sich um die Sperrfristen bei Vereinswechseln ohne Zustimmung des abgebenden Vereins. Die Statuten sagen: Ist ein Spieler sechs Monate inaktiv, darf er wechseln. Die offene Frage: Wird der November, in dem der Staat den Spielbetrieb durch den "Lockdown light" untersagt, in die Sechs-Monate-Frist eingerechnet?

Ein Rechenbeispiel: Hat ein Spieler am 30. Oktober noch ein Test- oder Pflichtspiel absolviert, wäre er - je nachdem ob der November in die Frist eingerechnet wird - entweder am 30. April oder am 30. Mai für seinen neuen Verein spielberechtigt. "Wie der November hinsichtlich des staatlichen Spielverbots auszulegen ist, beschäftigt das Verbands-Sportgericht", sagt BFV-Pressesprecher Fabian Frühwirth auf Nachfrage. Die Entscheidung stehe zeitnah an.

Bis 31. Dezember abmelden

Bereits im ersten Lockdown hatte es eine Anpassung der Sechs-Monate-Frist gegeben. Damals wurde der Zeitraum von 13. März bis 29. Juli aus der Frist ausgenommen. So wird gewährleistet, dass dem abgebenden Vereinen durch die Corona-Zwangspause möglichst wenig Nachteile entstehen. Frühwirth betont, dass sich bis auf die mögliche Änderung der Sechs-Monate-Frist nichts an den Winter-Wechselbestimmungen ändert.

Soll heißen: Abwanderungswillige Spieler müssen sich bis zum 31. Dezember beim Verein abmelden. Stimmt der Verein zu, steht einem Wechsel nichts im Weg. Unverändert bleiben auch die Bestimmungen bei einem Wechsel als Vertragsamateur oder falls sich die Klubs auf eine Ablösesumme einigen. ter