Eigentlich hätte die DJK Don Bosco Bamberg am Samstag in der 2. Runde des Toto-Pokals auf Verbandsebene beim TSV Großbardorf antreten müssen. Das Spiel findet zwar um 17.30 Uhr statt, aber nicht wie geplant in Großbardorf - sondern auf der Rudi-Ziegler-Sportanlage in Wildensorg. Die Vereine haben sich am Freitag kurzfristig darauf geeinigt, die Partie zu drehen. Grund dafür ist das Corona-Infektionsgeschehen im Altlandkreis Bad Königshofen. Am Freitagmittag bekam der TSV vom Landratsamt Rhön-Grabfeld die finale Mitteilung, dass an diesem Wochenende in Großbardorf keine Fußballspiele stattfinden dürfen. Mit dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV) und Don Bosco Bamberg verständigten sich die Großbardorfer daher auf einen Tausch des Heimrechts, denn bei einem Spielausfall hätte den Grabfeld-Galliern eventuell sogar das Ausscheiden aus dem Pokal gedroht.

"Wir freuen uns drauf"

Spielen wollte auch die DJK unbedingt, nachdem in der Vorwoche bereits die Bayernliga-Partie bei der SpVgg Bayern Hof ausgefallen ist. "Wir freuen uns daher riesig, seit Anfang März endlich wieder eine Partie unter Wettkampfbedingungen bestreiten zu können. Es wurde wirklich Zeit. Und dann gleich gegen einen Gegner, der zur gehobenen Kategorie in der Bayernliga zählt. Das ist ein echter Prüfstein", sagt Holger Denzler, der Sportliche Leiter der DJK.

Für die Gäste ist es binnen einer Woche bereits die zweite Partie gegen eine Bamberger Mannschaft: Am vergangenen Wochenende hatte sich der Bayernligist in der Liga mit 1:0 gegen den FC Eintracht Bamberg behauptet. "In Testspielen gegen unterklassige Gegner mussten wir das Spiel machen. Jetzt können wir den Fokus auf die Defensive richten, diese Art und Weise des Spielens liegt uns mehr", sagt Denzler. Für die Partie sind bis zu 200 Zuschauer zugelassen, Tickets gibt es an der Tageskasse.

Verzichten muss Don Bosco noch auf Manuel Müller, dessen Muskelfaserriss aber bis kommende Woche auskuriert sein dürfte. Dominik Sperlein und Johannes Rosiwal fehlen aus privaten Gründen. Noch keine Option ist Timo Slawik, der Heilungsverlauf in seinem Knie macht aber Hoffnung. Inzwischen ist der Außenverteidiger ins Lauftraining eingestiegen.

Eine Option für die unmittelbare Zukunft ist dagegen Ole Littke auf dieser Position: Der 21-Jährige hat sich der DJK angeschlossen und spielte zuvor für den TuS Schwachhausen in der Bremen-Liga, das ist wie die Bayernliga die fünfte Liga. Littke absolvierte insgesamt 44 Partien für Schwachhausen und erzielte zwei Treffer. "Ole ist ein schneller Verteidiger mit guter Ballannahme und Mitnahme. Aufgewachsen ist er direkt neben dem Bremer Weserstadion.” Vor seiner Zeit in Schwachhausen spielte der rechte Verteidiger bei Komet Alstern in der U19 Regionalliga Nord. "Ole beginnt in Bamberg ein Psychologiestudium. Wir hoffen, dass er uns helfen kann, da wir auf den Defensivpositionen etwas Not haben. Er selbst ist ein williger Spieler", sagt Denzler. Bis kommende Woche dürfte dann auch seine Spielberechtigung eingetroffen sein. tsc/dme