Das vorletzte Auswärtsspiel in der Fußball-Bayernliga steht für den FC Eintracht Bamberg 2010 am Samstag (16 Uhr) mit der Partie beim SV Erlenbach auf dem Programm. Und es birgt - obwohl das Team von Trainer Petr Skarabela aufgrund des Insolvenzantrags bereits als Absteiger feststeht - dennoch Brisanz. Denn: Mit dem SVE begegnen die Domstädter einer Mannschaft, die sich im Kampf um den Klassenerhalt befindet. Die Bamberger, die neben den Unterfranken bis zum Saisonende auch noch auf die gefährdeten Frohnlacher und Würzburger treffen, könnten das Zünglein an der Waage im Abstiegskampf sein.

Zuletzt verkauften sich die "Violetten" gegen den Tabellenführer aus Eichstätt nur eine Halbzeit lange gut und gingen am Ende mit 0:4 unter. Grund dafür war unter anderem das schnelle Umschaltspiel der Gäste im Fuchs-Park-Stadion. Und genau dieses wollen die Bamberger ihrerseits nun gegen den SV Erlenbach einsetzen.
"Es ist auf jeden Fall ein Vorteil für uns, dass Erlenbach gegen uns unter enormem Druck steht, das Spiel gewinnen zu müssen", mutmaßt Skarabela und erklärt: "Erlenbach muss deshalb das Spiel machen, und das spielt unseren schnellen Stürmern definitiv in die Karten."

Des Weiteren ist er sich der Rolle seiner Elf hinsichtlich der Begegnungen mit Teams, die um den Verbleib in der Liga bangen, durchaus bewusst und macht deutlich: "Wir werden wirklich jedes Spiel vernünftig zu Ende spielen und werden gegen jedes der kommenden Teams unser absolut Bestes geben. Ich denke, dass nun Gegner auf uns zukommen, gegen die wir auch spielerisch eher eine Chance haben."

Zur Verfügung steht dem FCE-Coach dabei wieder eine bunt zusammengewürfelte Truppe aus Bayernliga- und Jugendspielern, wobei Skarabela künftig wohl auch auf Verstärkung aus der zweiten Mannschaft hoffen darf, denn die Reserve kann am Wochenende den Aufstieg in die Kreisliga perfekt machen. Vom Aufstieg weit entfernt sind hingegen die Erlenbacher, die momentan den 13. Platz belegen und somit lediglich drei Punkte vor den direkten Verfolgern Burglengenfeld und Würzburg rangieren, die auf einem Relegationsplatz liegen.


FCE-Spiele bleiben in der Wertung


Alle bislang in dieser Saison in der Fußball-Bayernliga Nord ausgetragenen Partien des FC Eintracht Bamberg bleiben in der Wertung. Zwar schreibt Paragraph 67 der Spielordnung des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) vor, dass die Ergebnisse eines Vereins, der einen Insolvenzantrag gestellt hat, annulliert werden, sobald über diesen Antrag entschieden worden ist (Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder Ablehnung mangels Masse). Allerdings gilt dies nur bis zum viertletzten Spieltag der Saison. Sobald dieser erreicht ist - und das ist an diesem Wochenende der Fall - greift Paragraph 30 der Spielordnung. Darin heißt es, dass von diesem Zeitpunkt an sowohl alle bereits ausgetragenen Spiele als auch die noch auszutragenden Partien in der Wertung bleiben. Unabhängig davon steht der FC Eintracht aber als sportlicher Absteiger in die Landesliga fest. Sollten die Bamberger in diesem Zeitraum den Spielbetrieb einstellen, so werden die Ergebnisse aller bis dahin ausgetragenen Partien gewertet. Die restlichen Spiele würden für den jeweiligen Gegner als gewonnen gelten, und der FCE müsste in der nächsten Saison den Platz seiner zweiten Mannschaft (derzeit Kreisklasse) einnehmen. Dies bestätigte Bayernliga-Spielleiter Thomas Unger auf Anfrage von www. infranken.de. ps