Zudem dauert die Rekonvaleszenz der langzeitverletzten Katharina Gröger weiter an. Die 22 Jahre alte Spielmacherin, die sich vergangenen Oktober einer Fußoperation hatte unterziehen müssen und die gesamte Hinrunde ausfiel, hat nach wie vor mit Beschwerden zu kämpfen.

Gröger fällt noch länger aus

"Wir wünschen uns natürlich eine schnelle Genesung, weil sie eine Spielerin ist, die in der Aufstiegssaison eine wichtige Rolle gespielt hat, aber ein konkreter Zeitpunkt ist derzeit leider nicht abzusehen. Viel wichtiger ist aber ohnehin erst einmal, dass sie schmerzfrei ist", schildert Trainer Steffen Dauer die Situation im Fall von Gröger.
Definitiv nicht mehr auflaufen wird zum Bedauern von Mannschaft und Verantwortlichen Petra Oberpaul. Eine Vernunftsentscheidung, wie sie selbst sagt, zwingt die 33-Jährige zum unfreiwilligen Karriereende.
"Ich hätte das Team im Kampf um den Klassenerhalt gerne unterstützt, aber das Knie hat nicht mitgemacht", schwingt bei den Worten von Petra Oberpaul, die Anfang Dezember in der Hoffnung auf ein Comeback noch einen operativen Eingriff hatte durchführen lassen, viel Wehmut mit.

Teams mit Oberpaul hatten Erfolg

Auch Steffen Dauer bedauert den verletzungsbedingten Abschied der Innenspielerin sehr: "Jeder, der in den letzten Jahren im Umfeld der Mannschaft mit ihr zu tun hatte, weiß, welchen Anteil Paula am Erfolg hatte. Es ist kein Zufall, dass die Vereine, für die sie aktiv war, mit ihr immer erfolgreich waren." Dreimal gewann die gebürtige Münchnerin das Double aus Meisterschaft und Pokal mit dem TSV Wasserburg, mit dem sie unter anderem auch die Runde der letzten 16 im zweithöchsten europäischen Wettbewerb, dem Fiba-Europe-Cup, erreichte. 2010 kehrte sie nach einem Kreuzbandriss zurück, wechselte nach Bamberg und holte mit der jungen DJK-Mannschaft als Aufsteiger den Meistertitel in der zweiten Liga Süd. Der Sprung in die Bundesliga krönte 2012 ihre Erfolgsgeschichte in der Bamberg. "Sie hat uns viele Dinge gegeben, die in keiner Statistik auftauchen. Es ist ein schwerer Rückschlag für uns und sehr schade, dass ihre Karriere so endet", beklagt Dauer das ungewollte Ausscheiden Oberpauls.

Bode konzentriert sich auf Beruf

Freiwillig für einen Abschied hat sich hingegen Bettina Bode entschieden. Die 32-Jährige, die vor der Saison aus Göttingen gekommen war, plant, sich künftig verstärkt auf ihren Beruf zu konzentrieren. Die Centerin stand für die DJK in der Hinrunde in elf Pflichtspielen durchschnittlich elf Minuten pro Partie auf dem Parkett. "Es ist schade, dass es für beide Seiten nicht so wie erhofft funktioniert hat. Wir bedauern, aber respektieren Bettinas Entscheidung und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute", sagte Coach Dauer.
Nach dem Wegfall zweier Spielerinnen für die großen Positionen hält der Verein die Augen nach möglichen Verstärkungen offen. Am 12. Januar starten die auf dem elften Platz rangierenden Bambergerinnen mit dem Gastspiel beim Tabellenzehnten aus Oberhausen in die Rückrunde. ft