Die Brose Baskets haben sich im Play-off-Viertelfinale den ersten Matchball gesichert und können bereits am Donnerstag (20 Uhr) in der heimischen Frankenhölle den Einzug ins Halbfinale gegen Bonn oder Ulm perfekt machen. Die Bamberger feierten am Dienstagabend in der Ludwigsburger MHP Arena in einer hektischen Partie einen 89:84 (38:33, 74:74)-Sieg nach Verlängerung gegen den Hauptrunden-Achten und liegen in der Serie mit 2:0 in Front.

Von der ersten Sekunde an entwickelte sich die erwartet intensive Partie, in der die Hausherren nach fünf Minuten mit 11:7 in Front lagen. Die Bamberger, die erneut ohne den an der Schulter verletzten Josh Duncan antraten, hatten einige Probleme beim Defensiv-Rebound, sodass die Riesen mit einem 19:16-Vorsprung in den zweiten Abschnitt gingen. In den zweiten zehn Minuten gingen die Brose Baskets in der Verteidigung wesentlich aggressiver zu Werke und machten den Ludwigsburgern das Punkten schwer. Elias Harris und Dawan Robinson erwiesen sich an der Freiwurflinie treffsicher, sodass sich die Oberfranken erstmals einen deutlicheren Vorsprung (38:31) sicherten und das zweite Viertel mit 22:14 für sich entschieden.

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Die zweite Halbzeit begann wenig verheißungsvoll für die Bamberger: Zwei Ballverluste und ein technisches Foul nutzte DJ Kennedy zum 38:38-Ausgleich. Die Dreier von Daniel Theis und Brad Wanamaker sowie die ersten Zähler von Trevor Mbakwe bescherten den Bambergern zwar eine Acht-Punkte-Führung, doch der überragende John Little sorgte unter dem Jubel der Fans wieder für die Wende (49:48).

Obwohl der Gast nun Probleme hatte, gegen die Pressverteidigung der Ludwigsburger ein geordnetes Angriffsspiel aufzuziehen, lag er vor den letzten zehn Minuten mit 56:53 in Front. Im Schlussviertel wirkten die Bamberger zunächst einen Tick frischer und sicherten zweieinhalb Minuten vor dem Ende eine 72:64-Führung. Nach dem zweiten technischen Foul gegen Riesen-Coach John Patrick flogen Gegenstände aufs Parkett. 18,5 Sekunden vor dem Ende traf Kennedy per Dreier zum 74:74 und sicherte seinem Team die Verlängerung.


Strelnieks der Matchwinner

Auf Bamberger Seite verabschiedeten sich Miller und Thompson mit fünf Fouls. Doch Strelnieks behielt kühlen Kopf und sorgte mit seinem Dreier zum 85:79 eineinhalb Minuten vor dem Ende für die Entscheidung.


Die Statistik

MHP Riesen Ludwigsburg - Brose Baskets 84:89 n.V.
(19:16, 14:22, 20:18, 21:18,10:15)
Ludwigsburg Little (21 Punkte/3 Dreier), Huff (17/1), Kennedy (14/1), Brockman (12), Johnson (7), Waleskowski (7/1), Stockton (5), Koch (1)
Bamberg Theis (17/1), Wanamaker (16/1), Strelnieks (13/2), Robinson (13/1), Thompson (9/2), Miller (7/1), Harris (6), Tadda (3/1), Mbakwe (3), Bagaric (2)
SR M. Reiter, Fritz, Groll
Zuschauer 4500 ausverkauft
Gesamtwurfquote Ludwigsburg 36 Prozent (24 Treffer/66 Versuche), Bamberg 45 (25/56)
Dreierquote Ludwigsburg 30 Prozent (6/20), Bamberg 31 (9/29)
Freiwurfquote Ludwigsburg 88 Prozent (30/34), Bamberg 71 (30/42)
Rebounds Ludwigsburg 40 (26 defensiv/14 offensiv), Bamberg 34 (29/5)
Ballgewinne/-verluste Ludwigsburg 6/12, Bamberg 5/13
Assists Ludwigsburg 11/ Bamberg 15
Fouls Ludwigsburg 34 / Bamberg 28