Die Baunach Young Pikes haben nach der deutlichen Niederlage in Trier die richtige Reaktion gezeigt. Am Freitagabend bezwangen die "jungen Wilden" die Dresden Titans vor 780 Zuschauern in der Graf-Stauffenberg-Halle mit 100:81 (53:42). Mit dem dritten Heimsieg in Folge ist die Mannschaft von Trainer Fabian Villmeter in der Tabelle der 2. Basketball-Liga ProA nach Punkten mit dem Tabellenneunten Hamburg Towers (8 Zähler) gleichgezogen und hat gleichzeitig die Distanz zum Schlusslicht aus Dresden (2) vergrößert.

Obwohl Leon Kratzer am Donnerstagabend im Kader von Brose Bamberg beim Euroleague-Spiel in Istanbul stand und auch am Samstag bei der Bundesliga-Partie in Gießen zum Aufgebot des deutschen Meisters zählt, lief das Center-Talent für die Baunacher im Duell mit dem Aufsteiger aus der ProB auf. Und trotz der Reisestrapazen präsentierte sich Kratzer hellwach.
Mit acht Punkten war er nach den ersten zehn Minuten bester Werfer einer homogen auftretenden Young-Pikes-Truppe. Bei den Gastgebern verfehlte nur einer der ersten sieben Würfe sein Ziel. Die Folge war eine 16:7-Führung nach vier Minuten. Zwar leisteten sich die Gastgeber einige Unkonzentriertheiten bei der Ballbehandlung und beim Defensivrebound, wodurch die Sachsen ausgleichen konnten (21:21), doch zogen die Baunacher bis zum Viertelende wieder auf 29:21 davon.


Offensiv in einem Rausch

Konzentriert starteten die Hausherren auch in den zweiten Abschnitt, in dem sie sich offensiv in einen kleinen Rausch spielten. Dank Kratzer, dem am Ende mit 29 Punkten überragenden Arnoldas Kulboka mit zwei Dreiern und Daniel Keppeler, der es zweimal unter dem Korb krachen ließ, setzten sich die Baunacher ab, führten schnell zweistellig und lagen nach 18 Minuten mit 17 Punkten vorne (51:34). Dresdens Aufbauspieler Randal Holt, der zusammen mit David Sturner die Hauptlast im Angriff der Gäste trug, sorgte mit zwei Dreiern kurz vor der Halbzeit dann aber dafür, dass die Titans zur Pause nicht schon aussichtslos in Rückstand lagen.

Mit einem 9:0-Lauf ging das Villmeter-Team zu Beginn des dritten Spielabschnitts erstmals mit 20 Punkten in Führung (62:42, 22. Min.). Daniel Krause und Holt ließen aus der Distanz den Kontakt zu den Oberfranken nicht abreißen, da aber Kulboka an der Dreier-Linie konterte, konnten die Dresdner ihren Rückstand nicht entscheidend verkürzen.


27 Assists

Mit dem Stand von 78:62 ging es in das letzte Viertel, das Felix Edwardsson mit dem elften erfolgreichen Dreier der Young Pikes eröffnete. Zwar verloren die Hausherren anschließend kurzzeitig den Faden und gestatteten den Gästen elf Punkte in Folge, doch hatten sie in der Schlussphase das Spiel wieder unter Kontrolle und setzten sich verdient durch. Vier Spieler, die zweistellig punkteten, und 27 Assists waren Beleg für eine starke Mannschaftsleistung.
Baunach Young Pikes: Kulboka (29/6 Dreier), Kratzer (17), Müller (12/2), Nikolic (11/2), Keppeler (7/1), Olinde (7/1), Taras (6), Edwardsson (5/1), Wolf (4/1), Hoffmann (2), Fichtner / Dresden Titans: Holt (17/3), Krause (14/4), Sturner (14/1), Baues (9), El Domiaty (8/1), Pressley (8), Heck (4), von der Wippel (3), Nagora (2), Simon (2)