Der Donnerstagabend stand in Bamberg im Zeichen der Solidarität. Rund 200 Menschen haben sich am Gabelmann zu einer von der Bamberger Linken mit dem Bündnis gegen Rechtsextremismus und anderen Vereinigungen organisierten Mahnwache getroffen.

In einer Schweigeminute gedachte man der Opfer des rechtsextremistischen Anschlags in Halle. Die Redner, unter denen Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) war, riefen dazu auf, sich gegen Antisemitismus und Rassismus deutlich zu positionieren.

Es war auch ein Zeichen an die jüdischen Gemeinden in Bamberg. Auch in Bamberg müssten deren Einrichtungen noch besser geschützt werden, so OB Starke. Laut Angaben der Polizei Bamberg sollen die Schutzmaßnahmen nach Halle weiter verstärkt werden.

Die Israelitische Kultusgemeinde in Bamberg sei geschockt von den Ereignissen, sagte Vorsitzender Martin Arieh Rudolph. Rabbinerin Antje Yael Deusel von der Liberalen Jüdischen Gemeinde in Bamberg erklärte: "Wir werden uns nicht verstecken, wir werden unseren Gottesdienst weiter halten."

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