Die Bewohner des kleinen Ortes der Marktgemeinde Heiligenstadt haben schon einiges mitmachen müssen: Seit 2014 zieht sich durch Burggrub nämlich eine Baustelle. Der Kanalbau läuft seitdem. Auch Bürgermeister Helmut Krämer (Einigkeit) weiß um die Belastung: "Wir wollen endlich fertig werden", sagt das Oberhaupt der Flächengemeinde.

Die Kanal- und Wasserleitungsarbeiten in dem Ortsteil sollen bis Ende 2016 erledigt sein. Kostenpunkt: 2,8 Millionen Euro für die Marktgemeinde.

Trotz eines Zuschusses von über 500.000 Euro ein dicker Brocken. Das Problem sei, sagte Krämer bei der Vorstellung der Maßnahme vor dem Bau- und Wirtschaftsausschuss des Kreises, dass es in der Flächengemeinde wenig Anschlussnehmer gebe, dafür jedoch die Entfernungen und der Aufwand hoch seien, um das Kanalnetz auszubauen. Deshalb müsse die Gemeinde tief in die Tasche greifen - seit Jahren schon.
Bereits 20 Millionen Euro wurden so ausgegeben. Neben Burggrub folgen noch Oberleinleiter und Tiefenpölz: rund 7,2 Millionen Euro weitere Kosten bedeuten das. Bis 2019 soll die Mammut-Aufgabe Kanalsanierung in zwölf Ortsteilen abgeschlossen sein.

Die Gemeinde muss wie viele andere Kommunen die Kosten umlegen. "2,8 Millionen Euro für den Kanal zahlen die Burggruber nicht alleine - zwölf Ortschaften müssen das mitfinanzieren", stellt Krämer fest. Das heißt: Alle Beitragszahler tragen die Kosten später mit.


600 000 Euro Sanierungskosten

Hinzu kommen noch einmal 150 000 Euro für die Gemeinde. Denn die nun anstehende Sanierung der Kreisstraße soll im nächsten Jahr folgen. Michael Dotterweich vom Tiefbauamt des Landratsamtes Bamberg bezifferte bei dem Ortstermin die Gesamtkosten der anstehenden Straßensanierung auf 600.000 Euro, von denen die Hälfte der Landkreis Bamberg trägt.

Die Ortsdurchfahrt Burggrub ist das letzte Teilstück der Kreisstraße BA 49, das noch nicht saniert ist. Bereits erneuert wurde die Ortsdurchfahrt durch Obern grub und das anschließende Stück der Kreisstraße durch den Wald, das die beiden Orte verbindet.

Etwa 314 Fahrzeuge benutzen täglich die Ortsdurchfahrt - keine besonders hohe Belastung im Vergleich zu anderen Kreisstraßen, dennoch ist die Sanierung der Fahrbahn in der ersten Dringlichkeitsstufe des Ausbauprogramms für Kreisstraßen. Die Ortsdurchfahrt war laut Experten in schlechtem Zustand.

Geplant sei künftig eine Straßenbreite von 5,25 Metern. Auch ein Gehsteig (bis zu 1,50 Meter breit) wird ab kommendem Jahr gebaut. Bis dahin bleibt der 360 Meter lange Abschnitt an der Ortsausfahrt nach Oberngrub aber eine Schotterpiste.

Bürgermeister Krämer betonte aber, sollte es im Winter matschig werden, wolle man einen provisorischen Belag aus Fräsgut aufbringen. Der könne dann im Frühjahr wieder entfernt werden.

Befahrbar ist die Ortsdurchfahrt übrigens im Winter nicht: Die Straße bleibt gesperrt. Nur die Anwohner dürfen zu ihren Grundstücken fahren.