Es war wieder das vorgezogene Weihnachtsfest für über 300 Bedürftige (darunter an die 100 Kinder und Jugendliche) aus mehr als ein Dutzend Ländern im VIP-Raum der Brose-Arena. Das traditionelle Benefiz-Dinner von Brose Bamberg fand in bewährter Zusammenarbeit mit dem Lions Club Bamberg Residenz, der BAB & BSG, der Bamberger Tafel, der Caritas und dem Unternehmen Konrad Böhnlein statt. Die Profibasketballer, die sich mit der Spende auch finanziell beteiligten, wurden von den dankbaren Gästen begeistert wie nach einem Gala-Heimauftritt begrüßt und schlüpften dann schnell in ihre Rolle als Service-Kräften. Die Rouladen mit Klößen und Blaukraut gingen weg wie "warme Semmeln" und als Zugabe wurden die Jüngsten auch noch reichlich beschenkt.

Der Rahmen passt

"Dieser Abend ist für sich gesehen schon eine Art kleine Weihnachtsgeschichte, wenn man die Entwicklung in den letzten Jahren verfolgt und um das Fortbestehen weiß. Es geht damit sicher weiter! Der Rahmen passt, das ist eine Super-Sache mit den Basketballern und mich freut besonders, dass diese Abende immer sehr diszipliniert und ruhig verlaufen", lobte Wilhelm Dorsch als Erster Vorsitzender der Bamberger Tafel, die er selbst 1992 ins Leben rief. "Die Freude ist immer sehr groß. Die Eintrittskarten sind ganz schnell weg, bereits unter dem Jahr gibt es Anfragen", fügte Heinz Zimmer als Dorsch-Stellvertreter hinzu.

Während das Tafel-Duo schon alles aus dem "eff-eff" kennt, war das diesjährige Benefizdinner für Geschäftsführer Arne Dirks eine Premiere. "Das ist einmalig, ich habe in der Bundesliga so etwas noch nicht erlebt. Großartig, wenn man überall die leuchtenden Augen sieht." Diese Begeisterung teilt auch Horst Feulner als Gastgeber und Hallen-Chef: "Mit Geld lässt sich eine derartige Veranstaltung nicht bezahlen. Wir haben die Verantwortung für die Menschen, die wenig haben und dieser wird man mit einem solchen Abend auch gerecht."

Brose-Bamberg-Präsident Norbert Sieben blieb es vorbehalten, die Hilfsbedürftigen zu begrüßen und berichtete dabei auch von der "Geburtsstunde" dieses Abendessens ("Tun etwas, damit Leute mit Problemen auch feiern können"). "Eine willkommene Abwechslung vom Alltag im festlichen Ambiente" titulierte Martin Pristl als Lions Club-Präsident diesen "ganz besonderen Abend".

Ein Blick voraus

Bei der von Sebastian Böhnlein sehr zügig angelegten Moderation des offiziellen Teils bildete neben der geschlossenen aufgetretenen Mannschaft der Kinderchor der Rupprechtschule (Leitung: Annette Schilling) den musikalischen Rahmen für den "Abend der Nächstenliebe". Team-Kapitän Elias Harris, der bereits zum fünften Mal in die Servier-Rolle schlüpfte, gab nicht nur verbal Worte der Zuwendung und Dankbarkeit an die Gäste zurück, ihm und seinen Teamkameraden war die Freude beim Austeilen der fränkischen Köstlichkeiten ins Gesicht geschrieben.

Da wundert es nicht, dass neben der Essens-Ausgabe schon das kommende Jahr in aller Munde war. "Da werden wir uns zum zehnten Jubiläum noch etwas ganz Besonderes einfallen lassen", blickt Wilhelm Dorsch bereits Richtung Dezember 2020. Eines steht wohl jetzt schon fest: Der VIP-Raum wird wieder "ausverkauft" sein!

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