• Röbersdorf: Flächenbrand ruft 70 Feuerwehrkräfte auf den Plan
  • Im Raum Bamberg mehrere Flächenbrände innerhalb kürzester Zeit
  • Laut Kreisbrandrat Thomas Renner kommen verschiedene Ursachen zusammen
  • Dringende Bitte richtet sich an die Bevölkerung

Am Donnerstagmittag (14. Juli 2022) sind 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr Röbersdorf zu einem brennenden Getreidefeld ausgerückt. Zwar sei das der erste Einsatz in dieser Art für die Feuerwehr, so Kommandant Fabian Rittmaier, doch inFranken.de berichtete Anfang Juli bereits vom fünften Flächenbrand innerhalb von etwa eineinhalb Wochen im Landkreis Bamberg. 

Weiteres Feld nahe Bamberg fängt Feuer: Auslöser wohl technischer Defekt

Mit Feuerpatschen und Wasser bekämpften die Einsatzkräfte den Brand auf dem Feld. Diesem fielen laut Rittmaier 60.000 bis 70.000 Quadratmeter Getreide zum Opfer. Zum Zeitpunkt des Gesprächs mit inFranken.de gegen 15 Uhr seien die Nachlöscharbeiten noch in vollem Gange gewesen. "Die Landwirte haben das Feld umgepflügt, um Glutnester zu bekämpfen und helfen jetzt mit Wasserfässern." Laut ersten Informationen von News5 könnte ein technischer Defekt am Mähdrescher das Feuer verursacht haben. Der Schaden dürfte über 10.000 Euro betragen.

Kreisbrandrat Thomas Renner kann das häufige Vorkommen solcher Flächenbrände in diesem Sommer einordnen: "Wir haben im Moment eine außergewöhnlich lang anhaltende Trockenheit. In Oberfranken und speziell im Landreis Bamberg hat es schon lange nicht mehr ausreichend geregnet." Dies führe zu einer "ziemlich hohen Waldbrandstufe".

Auch der Graslandfeuerindex sei hoch. Dieser beschreibt laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) "die Feuergefährdung von offenem, nicht abgeschattetem Gelände mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs". Die roten Flächen mit der zweithöchsten Warnstufe vergrößern sich auf der Deutschlandkarte des DWD bis zum kommenden Montag (18. Juli 2022) fast über das ganze Land.

Was sind die Gründe für häufige Flächenbrände: Bamberger Kreisbrandrat mit Erläuterung 

Zu der Trockenheit geselle sich die startende Getreideernte, so Renner. "Das Getreide ist sehr trocken und die Maschinen fahren ununterbrochen auf den Feldern. Da kann es leicht passieren, dass es sich beispielsweise durch heiß gewordene Lager oder Hächslermesser unabsichtlich leicht entzündet."

Renner bittet die Bevölkerung gerade jetzt, im Freien keine Zigarettenstummel oder Glas zu hinterlassen.