• Pommersfelden: Scheune steht am Montagabend (27. Dezember 2021) in Flammen 
  • Ortskern dicht bebaut: 250 Einsatzkräfte kämpfen gegen das Feuer
  • "Wenn man Pech gehabt hätte": Landrat malt vor Ort düsteres Großbrand-Szenario
  • Gebäude brennt komplett nieder: Polizei rettet Tiere aus Stall

Am Montagabend (27. Dezember 2021) gegen 18.45 Uhr war in Pommersfelden im Landkreis Bamberg ein Feuer in einer leerstehenden Scheune ausgebrochen. Wie das Polizeipräsidium Oberfranken berichtet, war der Notruf über den Vollbrand der Scheune in der Hauptstraße bei der Integrierten Leitstelle Bamberg-Forchheim eingegangen. Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei rückten an. Über Rundfunkdurchsagen wurde die Anwohnerschaft vor der massiven Rauchentwicklung und dem Funkenflug über Pommersfelden gewarnt.

Scheunenbrand in Pommersfelden: 250 Einsatzkräfte kämpfen gegen Flammen-Inferno 

Die starke Rauchentwicklung sei im ganzen Dorf spürbar gewesen. Daher seien auch Warn-Apps ausgelöst worden, um die Menschen aufzufordern, ihre Türen und Fenster zu schließen, so News5. Durch die dichte Bebauung im Ortskern von Pommersfelden drohte das Feuer, auf weitere Häuser überzugreifen, heißt es. 

Nur unter "massivem Einsatz von zwei Drehleitern und Innenangriffen konnte vermieden werden, dass das Feuer sich im sehr eng verbauten Ortskern auf Nachbargebäude ausbreitete", erklärt die Freiwillige Feuerwehr Pommersfelden in einem Einsatzbericht. Feuerwehren, die keinen Atemschutz mehr auf den Fahrzeugen hatten, seien von der Feuerwehr Buttenheim mit Leihgeräten des Landkreises Bamberg versorgt worden.

Den Einsatzkräften der umliegenden Feuerwehren gelang es, den Brand unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen auf Nachbargebäude zu verhindern, wie die Polizei schreibt. Die Scheune, in der sich verschiedene Geräte befanden, sei jedoch vollständig niedergebrannt und wurde in der Nacht noch abgerissen, so die Feuerwehr. Ein Nebentrakt der Scheune wurde ebenfalls stark beschädigt. 

"Wenn man Pech gehabt hätte": Landrat malt düsteres Szenario für Ortschaft - und lobt Feuerwehr

Es sei ein Sachschaden von rund 300.000 Euro entstanden, so das Polizeipräsidium Oberfranken. Polizeibeamte brachten Hühner, die sich in einem Stall hinter der Scheune befanden, noch rechtzeitig in Sicherheit, sodass alle Tiere gerettet werden konnten, heißt es. Beamte des Kriminaldauerdienstes nahmen vor Ort die Ermittlungen auf.

Derzeit sei die Brandursache aber noch unklar. Landrat Johann Kalb (CSU) lobte bei einem Vor-Ort-Besuch die Arbeit der Feuerwehren. "Es ist natürlich für die Betroffenen eine schwierige Situation, eigentlich eine katastrophale Situation", so Kalb gegenüber News5.

Doch wenn man davon absehe, zeige die Eindämmung des Brands die "Leistungsfähigkeit unserer Feuerwehren". Er sei "stolz auf unsere Leute". Denn: "Es hätte auch das halbe Dorf abbrennen können, wenn man Pech gehabt hätte", so Kalb. Wie die Polizei mitteilt, ist bei dem Scheunenbrand in Pommersfelden niemand verletzt worden. 

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Vorschaubild: © NEWS5 / Merzbach (NEWS5)