Mehrere Feldbrände im Landkreis musste die Feuerwehr am Donnerstagnachmittag löschen.Von Flächenbränden betroffen waren unter anderem Hirschaid, Treppendorf, Stegaurach und Lisberg. Laut Polizei hatten Zeugen zwischen 13.36 und 15.06 Uhr insgesamt sechs Rauchentwicklungen mitgeteilt. "Es ist soweit alles gelöscht", bestätigte Kreisbrandrat Bernhard Ziegmann am Abend.

Traktor mit 2 Anhängern fängt Feuer

Von Triefenbach (Gemeinde Lisberg) kommend fing ein Traktor mit zwei Anhängern 200 Meter vor Tütschengereuth auf der Straße Feuer. Während der Schlepper völlig ausbrannte, entstand an einem Hänger nur im vorderen Bereich Schaden. Die Polizei vermutet als Brandursache einen technischen Defekt. Auch ein Feld stand bereits beim Eintreffen der ersten beiden Feuerwehren in Vollbrand. Ausgelöst durch den zu diesem Zeitpunkt herrschenden Nordwind, wodurch die Flammen ins angrenzende Getreidefeld wehten.

Güllefässer mit Löschwasser

Unter der Leitung von Kreisbrandmeister Florian Kügler waren die Feuerwehren aus Tütschengereuth, Trosdorf, Bischberg, Trabelsdorf, Neuhausen, Priesendorf und Lisberg mit 70 Feuerwehrleuten im Einsatz. Ziegmann dankte auch den Landwirten, die mit Wasser gefüllte Güllefässer bereitgehalten hatten und die Löscharbeiten damit wesentlich unterstützten. Verletzt wurde niemand, zur Schadenshöhe gab es noch keine Informationen.

Ebenfalls gebrannt hat es bei Hirschaid und westlich von Stegaurach nahe Mühlendorf. Hierbei handelte es sich aber nur um kleinere Feldbrände, die ebenfalls gelöscht wurden. Zu einem weiteren Feldbrand kam es bei Manndorf nahe Burgebrach. Hier sind laut Ziegmann etwa zwei Hektar Feld abgebrannt. Bei einem weiteren gemeldeten Brand nahe Treppendorf handelte es sich offenbar um falschen Alarm.

"Bei dieser extremen Hitze herrscht große Brandgefahr", sagt Ziegmann. Aufgrund der großen Trockenheit kam es auch in den angrenzenden Landkreisen schon zu Feldbränden nach Mähdreschereeinsätzen, unter anderem in Freiberg (Markt Ebensfeld).Ziegmann empfiehlt, die landwirtschaftlichen Fahrzeuge im Bereich von Motor und Hydraulik täglich vom Staub zu reinigen, um Überhitzungen entgegenzuwirken. Autofahrern rät er, wegen des Brandrisikos durch heiße Katalysatoren nicht auf trockenen Wiesen zu parken.

Ziegmann hofft wie viele andere auf den fürs Wochenende angekündigten Regen: "Die Natur ist im Moment eine einzige Zündschnur."

Regierung mahnt zur Vorsicht

Auch die Regierung von Oberfranken mahnt in diesen Tagen zur äußersten Vorsicht. So sollen Waldbesucher keinesfalls mit offenem Feuer hantieren oder rauchen. Denn schon ein Funke oder eine weggeworfene Zigarettenkippe könnten Gras, Nadelstreu und am Boden liegende Zweige entzünden und einen folgenschweren Brand auslösen. mit Joseph Beck

Im Kreis Kulmbach ist heute ebenfalls ein Flächenbrand ausgebrochen. Er erstreckte sich auf zehn bis 15 Hektar. Auch hier haben- Einsatzkräfte das Feuer nun unter Kontrolle.