Vater, Mutter und fünf Kinder leben in einer Drei-Zimmer-Wohnung. Meistens stehen in jedem Raum Wäscheständer. Platz zum Spielen gibt es da kaum, auch keinen Rückzugsort für die einzelnen Familienmitglieder oder eine Ecke, in der die Kinder in Ruhe Hausaufgaben machen könnten.

Eine alleinerziehende Mutter lebt nach der Trennung von ihrem Partner in einer Wohnung, die nach den Kriterien des Jobcenters für sie und den Sohn zu groß und zu teuer ist. Weil die Frau schwer krebskrank ist, fehlt ihr die Kraft zur Auseinandersetzung. Sie zahlt lieber die Differenz vom Arbeitslosengeld und spart sich die Miete buchstäblich vom Mund ab.

Eine Rentnerin soll sich nach dem Willen des "Amtes für soziale Angelegenheiten" eine preiswertere Wohnung suchen. Abgesehen davon, dass sie nichts findet, würde ein Umzug für sie den Verlust gewachsener nachbarschaftlicher Kontakte und Hilfen bedeuten.