Der Landkreis Bamberg will in den nächsten zehn Jahren fast 80 Millionen Euro in den Bau von Straßen und Radwegen investieren. „Wir planen 34 Straßenbau-, 14 Radwegebau- und 9 Brückenbaumaßnahmen“, stellte Landrat Johann Kalb (CSU) den Mitgliedern des Bau- und Wirtschaftsausschusses das Ausbauprogramm für die Kreisstraßen bis 2030 vor. Das Gremium folgte diesem Vorschlag einstimmig. Das teilt das Landratsamt Bamberg mit.

„Wir setzen mit dem neuen Alltagsradwegeverkehrskonzept erneut einen Schwerpunkt bei den Radwegen“, so der Landrat weiter. Bei den Straßenbaumaßnahmen werde es einen Schwerpunkt beim Ausbau von Ortsdurchfahrten geben, stellte Ingenieur Michael Dotterweich den Mitgliedern des Bau- und Wirtschaftsausschusses die Planungen im Detail vor. Vorgesehen sei dies in Lichteneiche, Gundelsheim, Kirchschletten, Hohenpölz, Frankendorf, Schmerldorf, Oberweiler, Gräfenhäusling, Treppendorf, Oberhaid, Untersteinach, Küstersgreuth, Wattendorf, Amlingstadt, Oberngrub, Reckendorf und Reichmannsdorf.

Das sind die teuersten Verkehrsprojekte im Landkreis Bamberg 

Als teuerste Maßnahmen wurden die Ausbauten der Kreisstraßen 25 von Amlingstadt nach Hirschaid (6,4 Millionen Euro) und von Appendorf nach Oberhaid (7,4 Millionen Euro) genannt. Bei den Brückenbauten sind dies die Projekte an der Kreisstraße BA 24 zwischen Sambach und Wind und an der Kreisstraße BA 40 zwischen Hilkersdorf und Mürsbach mit jeweils drei Millionen Euro. Sieben der 14 Radwegeprojekte sind mit mehr als einer Million Euro in dem Ausbauprogramm enthalten.

Michael Dotterweich zog vor dem Ausblick auch eine Bilanz des mittlerweile abgeschlossenen Ausbauprogramms 2012 bis 2021. In diesem Zeitraum wurden 79 Einzelmaßnahmen mit einem Investitionsvolumen von 73 Millionen Euro durchgeführt. An Zuwendungen habe der Kreis dafür 37 Millionen Euro erhalten.

Das Kreisstraßennetz besteht aktuell aus 295 Kilometern Streckenlänge - darunter sind 56 Kilometer Ortsdurchfahrten, 51 Kilometer straßenbegleitende Geh- und Radwege, 149 Ingenieurbauwerke (Brücken und Stützmauern) und fünf Bahnübergänge.