In diesem Jahr wird Königsfeld 1275 Jahre alt. Das wird am Freitag, 1. Juli, ab 19.30 Uhr am Kirchplatz gefeiert. Der Eintritt ist frei. Die Gemeinde bittet aber um Spenden für den Kindergarten. Bürgermeisterin Gisela Hofmann (BBL) wünscht sich für den Ort weiter eine friedliche Zukunft.

Sie feiern 1275 Jahre Königsfeld - warum nicht 25 Jahre warten?
Gisela Hofmann: Das haben wir im Gemeinderat tatsächlich auch diskutiert. Doch haben wir uns entschlossen, das dreiviertelrunde Jubiläum nicht ganz ungefeiert verstreichen zu lassen, nachdem um uns herum großer Trubel um 900, 750 oder 1000 Jahre gemacht wird, wollen wir mit einem kleinen Fest mal kurz darauf aufmerksam machen, dass wir ein noch stolzeres Alter aufweisen können!

Warum fällt die Feier auf diesen Freitag?
Wir haben beschlossen, uns am "Tag der Franken", der an diesem Wochenende gefeiert wird, wieder mit einem Heimatabend zu beteiligen. Wir hatten vor drei Jahren einen solchen Abend gefeiert - jetzt steht er unter dem Motto "1275 Jahre".

Was wird geboten?
Einiges! Vier Vereine haben sich spontan bereit erklärt, den Abend am Kirchplatz zu gestalten. So wird die Theatergruppe der DJK, der Gesangverein Liederkranz, die Ortsgruppe des Fränkische-Schweiz-Vereins und die Aufseßtaler Blaskapelle auftreten. Die Bewirtung hat der Pfarrgemeinderat der Pfarrkirche Sankt Jakobus übernommen.

Neben dem "Tag der Franken" und dem Ortsjubiläum gibt es auch noch etwas anderes zu feiern...
Ja, unser Pfarrer Michael Herrmann, der Hausherr am Freitag ist, hat auch noch Geburtstag! Wir haben also gleich dreifachen Grund in unserem wunderschönen Ort zu feiern!


Aus der Chronik von Königsfeld: Entwicklung von 741 bis heute:

Erwähnung Der Ort wurde 741 in einer Schenkungsurkunde an das Bistum Würzburg als "Chunigeshofe" erwähnt. Noch vor Karl den Großen wurden Königshofe angelegt, um die fränkische Herrschaft zu sichern.

Mittelalter Eisenerz wurde seit jeher um Königsfeld abgebaut. Flurnamen wie zum Beispiel Arzberg (Erzberg) erinnern daran. 1008 schenkte Kaiser Heinrich II. dieses Königsgut dem Bistum Bamberg. Im 14. Jahrhundert kam es an die Herren von Aufseß.

Neuzeit Im 30-jährigen Krieg wurde der Ort 1632 von den Schweden niedergebrannt und Pfarrer Funk an der Aufseßquelle ermordet. An ihn erinnert ein Marterl. 1803 kam Königsfeld zu Bayern. Durch eine Reform entstand 1818 die heutige Gemeinde. Auf die Einwohnerzahl von 1348 kommt Königsfeld (der Ort hat 534 Einwohner) durch die Eingemeindung von sechs Orten. Durch Flüchtlinge stieg die Einwohnerzahl nach 1945 an, diese wanderten aber aufgrund Arbeitsplatzmangels ab. Königsfeld überstand den Ersten Weltkrieg ohne große Schäden. Im Zweiten Weltkrieg lag der Ort aber unter Beschuss von US-Soldaten. Seit der Gebietsreform 1978 bildet Königsfeld mit Stadelhofen und Wattendorf die VG Steinfeld.