MGO: Was geht Ihnen in diesen Tagen durch den Kopf?
Jonathan Nott: Man denkt immer nur an Vergangenheit und Abgang, aber Zeit geht von unten nach oben. Also man steht immer auf seiner eigenen Vergangenheit, und ob man hier ist für 16 Jahre oder irgendwo anders - die Erinnerungen und Erfahrungen sind immer da. Deswegen finde ich nicht, dass es ein Abgang oder ein Ende ist. Ich rede nicht nur über die Musiker, sondern auch über die Leute, die 16 Jahre ins Konzert gekommen sind. Sie kommen zu mir, klopfen mir auf die Schulter, bedanken sich - also die Bamberger Symphoniker sind nicht nur die Leute, die Musik gemacht haben. Außerdem habe ich mir lange überlegt, was ich dem Orchester schenke nach den 16 Jahren. Schließlich habe ich einen Baum ausgesucht, einen japanischen Ahorn. Er steht zurzeit (das Interview wurde am 29. Juni geführt, d.