In drei Jahren feiert das Familienunternehmen Messingschlager aus Baunach (Landkreis Bamberg) sein 100-jähriges Jubiläum. Rückwirkend zum 1. Januar 2021 stellt sich die Firma für die Zukunft auf: Der Hersteller und Entwickler von Fahrradteilen sowie Zubehör, bei dem rund 150 Mitarbeiter angestellt sind, hat seine Mehrheitsanteile an die Unternehmensgruppe Hama aus dem bayerischen Bezirk Schwaben verkauft, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung erklärte.

„Das ist der beste Schritt, um unser Unternehmen weiter voranzubringen und für die nächsten Jahre richtig aufzustellen. Mit Hama als Partner ergeben sich viele Synergieeffekte und es eröffnen sich finanzielle Möglichkeiten, um die durch Corona und E-Mobility entstandenen Chancen zu nutzen“, erklärt Benno Messingschlager, bisheriger Inhaber der Messingschlager GmbH & Co. KG, in einer Pressemitteilung.

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Für die Hama-Gruppe ist der Fahrrad-Sektor ein unbekanntes Geschäftsfeld. Der Elektronikriese beschäftigt rund 2500 Mitarbeiter an 20 Standorten, den Großteil davon im Stammwerk in Monheim (Landkreis Donau-Ries). Über die genaue Höhe der Mehrheitsanteile, die das Unternehmen gekauft hat, wurde nichts bekannt. Hama zählt weltweit zu den führenden Zubehör-Herstellern.

Die Gesellschafterliste ergänzt als Minderheitsgesellschafter die Familie Messingschlager mit Toni Messingschlager, der bisherige Geschäftsführer Dennis Schömburg. Benno Messingschlager komplettiert weiterhin die Geschäftsführung der Messingschlager GmbH & Co. KG. Als Zulieferer für Fahrrad-Teile hat das in dritter Generation geführte Unternehmen Kunden in mehr als 70 Ländern.

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